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 [Vampir Projekt] Der Blut Pakt

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Spiffypurse
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BeitragThema: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di März 07, 2017 2:18 pm 577



Hjotrta sitzt regungslos auf dem einfachen Holzstuhl in dieser Eishöhle und scheint in Gedanken.
Ihre stechenden Augen flackern hektisch umher und offenbaren, dass sie wohl gerade einiges beschäftigt, während ihr Körper ansonsten ruht.
In der Höhle, in der sie sich mit ihrem Gefolge die letzte Zeit aufhielt und die ihnen als Versteck diente, ist es ruhig.
Der glatzköpfige Vilrim hat bereits ein neues Versteck etwas weiter südlich, aber weiterhin in der Bergen von Ostmarsch gefunden.
Voil und Maeglin warten ob der nächsten Anweisungen ihrer Herrin, während sich die Neugeborenen Elise und Seldriss entwickelt und mit neuen Namen mit dem alten Dasein als schwache Lebende abgeschlossen haben.

Aber diese Dinge beschäftigen Hjotrta in diesem Moment nicht.
Ihr Hände ruhen ruhig auf ihren Oberschenkeln, ihr Rücken ist gerade durchgedrückt, während sie über den Moldark-Clan und die Zukunft sinniert.
Es gilt so schnell wie möglich die eigenen Reihen des Clans zu stärken, auf das die Moldarks wieder zu alter Stärke finden.
Mit Voil und Maeglin hat sie wieder zwei alte und starke Gefährten an ihrer Seite, aber die Neugeborenen brauchen noch Zeit, sind schwach und leichte Beute für Jäger der Kriegergilde, andere Vampire oder Werwölfe.
Bis die Moldarks wieder so stark sind, wie sie es einmal waren, braucht es Zeit.
So lange wird man noch vorsichtiger sein müssen.

Dennoch gilt es nach vorne zu blicken und alte Vorurteile und Streitigkeiten abzulegen, wollen sie den Platz in Tamriel einnehmen, der ihnen durch das Recht der Stärkeren zusteht.
Es wird Zeit alte Fehden beizulegen, Mauern einzureißen und persönliche Befindlichkeiten abzulegen.
Hjotrta nickt sich innerlich zu, als sie in diesem Moment erkennt, dass die Zeit reif ist, ein neues Zeitalter einzuläuten.
Viele Jahrhunderte lang schon bekämpften sie nicht nur die Lebenden, sondern auch einander, vom Hass zerfressen und nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Ja, es liegt in ihrer Natur, die anderen zu unterwerfen, nach eigener Macht zu streben und Hindernisse mit allen Mitteln aus dem Weg zu räumen.
Dabei spielte es bisher keine Rolle, ob der Feind lebend, von einer anderen Welt ist oder gar einer der Ihren ist.

Der Zweck heiligt alle Mittel und so würde auch sie sich anderen Vampiren anschließen, so es zu ihrem Vorteil und der ihrer ´Kinder´ gereicht.
Es wird Zeit für einen Pakt, für einen Blut Pakt.
Ja, sie ist sich plötzlich sicher.
Aber sie muss sehr vorsichtig sein.
Nicht das die anderen erkennen, wie klein und schwach die Moldarks noch sind und die Gelegenheit nutzen sie einzuverleiben.
Nicht, das es zu ihrem Nachteil ist oder gar ihr Ende bedeuten könnte.

Aber es ist entschieden.
Sie wird die ´Anderen´ suchen und sie für eine Zusammenkunft einladen.
Hjotrta sieht in diesem Moment, wie sich Voil und Maeglin nähern.
Sie werden die ersten sein, die von ihren Plänen erfahren werden.

Während sie sich erhebt und ihren Gefährten zu nickt, rasen ihre Gedanken weiter um den Pakt.
Sie wird einen guten Plan haben müssen, das ist sicher, will sie sich und ihre ´Kinder´ nicht in Gefahr bringen wollen.


Zuletzt von Spiffypurse am Do Sep 28, 2017 12:28 pm bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di März 07, 2017 2:18 pm 578

Hallo, meine lieben Mitrollenspieler !  

Mit diesem Thread hier möchten wir euch ein weiteres Vampir-Projekt vorstellen.
Dieses Projekt soll sich an alle Rollenspieler/innen richten, die eine/n Vampir/in ausspielen oder die Interesse haben, dies einmal zu tun, und sei es nur für einen einmaligen Auftritt.

Ich möchte vorweg betonen, dass eine etwaige Teilnahme keineswegs eine späteren Verpflichtung für weitere Aktivitäten nach sich zieht.
Alle, die mal in dieses sensible Rollenspiel-Thema reinschnuppern möchten sind genau so willkommen, wie langjährigen Vampir-RPler.

Was erwartet Euch?  

Die Idee hinter diesem Projekt ist ein großes Treffen der Vampire, um gemeinsam über einen etwaigen Pakt zu verhandeln, die dadurch ihre Macht in Tamriel erhöhen soll.
Das komplette Projekt soll möglichst ausgespielt werden, von den Einladungen bis hin zur Zusammenkunft und die späteren Besprechungen.
Insbesondere die gemeinsame Aussprache und Verhandlungen mit ihren Ergebnissen komplett IC auszuspielen sehe ich als sehr reizvoll an.
Hier sei betont, dass man nicht erwartet, dass ein jeder Vorschlag immer abgenickt wird.
Ein jeder Vampir oder Clan wird versuchen seien größtmöglichen Vorteil und Nutzen aus solchen Versammlungen heraus zu ziehen.

Projektinhalt  

Hjotrta Askorgedottir, die Clanführerin der Moldarks, hat eine Vision: neben der Stärkung der eigenen Clanreihen will sie alle Vampire Tamriels an einen Tisch bekommen, um im steten Kampf gegen die Lebenden die Macht der Vampire zu stärken, auf das sie in ferner Zukunft über Tamriel herrschen mögen.
Es gilt Kräfte zu bündeln, anstatt sich als Feinde gegenüber zu stehen, um so den wahren Feinden ihre Stärke zu zeigen.

Sie beauftragt einige Vampire aus ihrem Gefolge - sowie weitere lebende Gefolgsleute - auszuschwärmen, die anderen Vampire Tamriels zu suchen und diese zu einer großen Versammlung an einem geheimen Ort einzuladen.

Bei diesem Treffen will Hjotrta die Blutsauger von einem Zusammenschluss, einem Blut Pakt, überzeugen.

Es wird zu Verhandlungen kommen, die sehr sicher hart, sowie oft kompromisslos geführt werden und es wird sich zeigen, ob die oftmals verfeindeten und zerstrittenen Clans es schaffen sich zu verbünden.

Sollte dies gelingen, wird man schon bald erste Pläne schmieden die Lebenden gezielt anzugreifen und zu schwächen.

Wer kann teilnehmen?    

Im Prinzip können alle Vampir-Rollenspieler/innen teilnehmen.
Die Blutlinie spielt gar keine Rolle.
Die Idee hinter diesem Projekt ist natürlich auch einen Zusammenschluss auf OOC-Ebene zu generieren, der IC passend ist.
In einem Clan, wie dem der Moldarks, herrscht oft nur ein/e Vampir/in, aber im Rahmen eines Paktes muss keiner vor dem anderen das Knie beugen.
So muss sich kein Charakter verbiegen, gleich welcher Art Vampir er/sie ausspielt.

Regeln  

Das Interessante ist, dass die Regeln noch geschrieben werden, und zwar im Rollenspiel.
Je nach Verlauf der Verhandlungen werden diese dann zu Papier gebracht und an geeigneter Stelle veröffentlicht.

Leitung  

Die Leitung würde zunächst ich übernehmen, bin aber gerne offen für helfende Hände, sowie für Anregungen und Feedback.
Sollte das Projekt Bestand haben, was ich natürlich hoffe, so wird man sich sicher hierüber weitere Gedanken machen.

Ablauf  

Das Projekt ist unterteilt in Kapitel und ist bereits in Anfängen durch RP in den Moldark-Reihen gestartet.
Die u.a. einzelnen Kapitel werden einzeln für sich nacheinander bespielt und mit zu gegebener Zeit mit entsprechenden Informationen gefüllt.

Wann & Wo?    

Die einzelnen Termine werde ich in den Kapiteln rechtzeitig veröffentlichen.
Ebenso die Spielorte.

Austausch    

Neben diesem Thread hier bieten wir zusätzlich unser Moldark-Forum an: Moldark
Dort könnt ihr auch als Gast ohne Registration in dem entsprechenden Bereich etwas schreiben.

Ansonsten könnt ihr mich auch via PM erreichen, wobei ich anmerken muss, dass das Postfach hier im Forum schon mal fix überläuft.
Oder ihr schreibt mich im Game an.

Feedback  

Ich würde mir durchaus wünschen auch direkt in diesem Beitrag hier ein Feedback zu bekommen, solltet ihr den Wunsch danach verspüren. Dies sollte hier aber bitte möglichst als IC-Text verfasst werden, evtl. mit kurzen OOC-Vermerken dazu.

Für konkretes OOC-Feedback habe ich einen Feedback-Thread eingerichtet: [Feedback] Der Blut Pakt

Wann und wie geht es nun los?    

Ich werde jetzt sehr zeitnah versuchen die Vampir-Rollenspieler IC im Game zu kontaktieren, wobei dies sicher einer der größten Auftakthürden sein wird. Wie soll ich heraus finden, wo sich die Blutsauger aufhalten, wenn sie sich meist verstecken?
Eine große Hilfe wäre hier, dass mich Interessenten direkt anschreiben und mir etwaige Kontaktmöglichkeiten aufzeigen.


Das war es erst einmal vor mir.
Weitere Informationen folgen zeitnah.


Euer Spiffy  Cool



Zuletzt von Spiffypurse am Do Sep 28, 2017 12:41 pm bearbeitet; insgesamt 18-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di März 07, 2017 2:19 pm 579



1.
PROLOG

Der Plan
- gestartet und abgeschlossen -



2.
KAPITEL 1

Der Beginn
- gestartet und abgeschlossen -




3.
KAPITEL 2

Das Treffen
- gestartet und abgeschlossen -



4.
KAPITEL 3

Der Blut Pakt
- gestartet -



5.
KAPITEL 4

Ein neues Zeitalter


Zuletzt von Spiffypurse am Do Sep 28, 2017 12:32 pm bearbeitet; insgesamt 18-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di März 07, 2017 2:19 pm 580



Hjotrta sieht sich in dem dunklen und kargen Hügelgrab um, welches ihrem Clan nun für eine Weile als Unterschlupf dienen soll.
Waren in der Eishöhle, in deren Verlies sie dreißig Jahre vegetierte, gar einige alte Gegenstände wie ein paar Stühle, Regale und Tische, so ist in dieser steinernen Grabkammer, weit abseits der Wege, so rein gar nichts.
Sie stört es nicht.
Dieses Grab, wo wohl schon seit einer Ewigkeit keiner mehr war, liegt versteckt hinter Felsen, sowie Bäumen und erfüllt somit seinen Zweck.
Die zwei Neugeborenen kümmern sich derweil um Talide, dem ´Neuzugang´, während sich Hjotrta mit Voil und Maeglin für eine Unterredung in einer der Seitenkammern zurück zieht.
Mit Talide wird sie sich später eingehender beschäftigen, aber jetzt gibt es Wichtiges zu besprechen.

Voil und Maeglin lauschen ruhig den Worten ihrer Herrin, die ihnen in diesem Moment ihre Pläne offenbart.

"Ihr wisst um unsere Lage, meine Gefährten. Wir sind gerade erst wieder auferstanden und dabei unsere Reihen zu stärken, auf das wir wieder so stark und mächtig werden wie einst. Nein, noch stärker."
In Hjotrtas Stimme erkennt man Entschlossenheit ihren Willen.
"Noch sind wir schwach, aber dies wird sich bald ändern. Wir werden klug agieren, unsere Beute noch achtsamer auswählen, jederzeit bereit sofort wieder aufzubrechen und weiter zu ziehen. Wir werden Späher auf den Weg bringen, die Feinde schon früh ausmachen. Denn ´wir´ sind die Jäger, und nicht die Beute."
Hjotrta ballt bei ihren Worten instinktiv ihre Faust, während Voil und Maeglin knapp nicken, aber nicht besonders euphorisch wirken.
Sie sind alt, erfahren und haben schon so manche schwierige Zeit überstanden.
Hjotrta ist froh sie an ihrer Seite zu haben.

"Aber es gibt noch etwas zu tun, meine Gefährten..."
Sie blickt im Wechsel in die Augen von Voil und Maeglin, die weiter aufmerksam zuhören.
"Es ist soweit. Es ist Zeit für ein neues Zeitalter. Zeit, die ´Anderen´ zu rufen..."
Voil blickt interessiert auf.
"Jahrhunderte schon jagten und bekämpften wir nicht nur die Lebenden oder die Dämonen Molag Bals, nein wir bekämpften auch einander. Schwächten uns selbst, von Hass zerfressen und der Gier nach steter Macht. Es wird nun Zeit, dass wir die `Anderen´ rufen, sich zu verbünden."
"Verbünden?", kommt es etwas überrascht von Maeglin.
"Ja. Ich weiß um eure Skepsis. Es wird nicht einfach, ist nicht ganz ungefährlich, das gebe ich zu..."
"So ist es, Herrin. Wenn ´sie´ merken, dass wir noch klein und schwach sind, werden ´sie´ uns gnadenlos zerstören und sicher nicht noch einmal verschonen.", wirft Voil ein.
"Ihr habt Recht, Voil. Aber nicht Jeder ist unser Kontrahent. Nicht alle sind untereinander verfeindet. Aber stellt euch nur vor, würden wir in einem Pakt zusammen stehen. Wie mächtig wären wir dann? Wer könnte uns noch aufhalten?"
In Hjotrtas Stimme ist nun eine ansteckende Begeisterung zu spüren.
Maeglin und Voil schweigen, nicken teils stumm und denken wohl darüber nach.
Wohl ist ihnen nicht bei der Sache, aber es scheint in der Tat auch seine Reize zu haben.

"Es ist entschieden, meine Gefährten. Wir werden die ´Anderen´ suchen und für eine Zusammenkunft einladen."
Hjotrta blickt zu ihren Vertrauten.
"Wie lautet der Plan, Herrin?"
"Wir entsenden Boten, die im Schutze der Nacht zu denen eilen, deren Sitz wir kennen und die unsere Botschaft überbringen. Wir brauchen lebende Gefolgsleute, so wie einst, die für uns unter den Lebenden wandeln und die wenigen suchen, die unerkannt unter diesen schwächlichen Versagern leben."
"Gefolgsleute? So wie einst...? Ihr wisst, dass man ihnen nie trauen kann.", erklärt Maeglin.
"Natürlich nicht. Einem Lebenden kann man niemals trauen. Vertrauen will ich nicht. Ich will bedingungslosen Gehorsam. Wir werden sehen, ob solche zu finden sind."
"Oder die, die so gierig und besessen nach Macht streben, dass sie blind vor Geifer alles dafür tun würden, sie noch zu vermehren.", fügt Voil hinzu.
Hjotrta nickt mit einem Lächeln.

"So soll es dann geschehen. Ich werde bald schon den ersten Boten entsenden. Vilrim ist eine gar hässliche Ausgeburt unserer Spezies, aber er scheint Augen und Ohren überall zu haben. Er hörte einst von einem der unseren, der in Morrowind, in Steinfälle, leben soll. Er soll unter dem Namen ´Verata´ dort bei einer verlassenen Ruine sein, die man Veratum nennt."
"Verata?.. Veratum?", wiederholt Maeglin fragend.
Hjotrta nickt abermals.
"Dann schickt doch die hässliche Fratze selbst, Herrin."
"Ich erwäge es, ja. Er, oder einer von euch zwei."
Sie blicken kurz einander stumm an.

"Und nun geht und lasst mich nachdenken."





[Infos]

Start: Hat bereits IC im Game, sowie mit diesem IC-Einleitungs-Text begonnen.
Ablauf: Hjotrta entsendet einen ersten Boten, der einen Vampir aufsucht, dessen Aufenthaltsort man meint grob zu kennen. Der Prolog wird als solches nicht mehr weiter ausgespielt und dient lediglich der Einleitung für Kapitel 1.
Zeitraum: --
Ende: --
Teilnehmer: --
Hinweise: Vampir-Rollenspieler/innen, die ebenfalls gerne aufgesucht und eingeladen werden möchten, senden mir bitte mögliche IC-Kontaktmöglichkeiten zu.


Zuletzt von Spiffypurse am Sa März 11, 2017 11:00 am bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di März 07, 2017 2:19 pm 581



Der glatzköpfige Vilrim wirft sich vor seiner Herrin Hjotrta auf die Knie uns senkt sein Haupt.
Neben ihm liegt eine männliche Nordleiche, dessen einfach und etwas ärmliche Kleidung auf einen Bauern schließen lassen könnte.
Der Glatzkopf brachte sie soeben von seinem jüngsten ´Ausflug´ mit und legte sie seiner Herrin förmlich vor die Füße.
Hjotrta blickt, mit vor der Brust verschränkten Armen, auf ihre ´rechte Hand´ Vilrim herab, während dieser in seiner Rechten den Trageriemen einer ledernen Umhängetasche umklammert.
"Herrin, ja...hier, hehe...Ich bringe Euch, was Ihr verlangt habt, ja...hehe."
Hjotrta blickt stumm auf ihren Gefährten, dann zu dem toten Nordmann.
Vilrim folgt ihrem prüfenden Blick.

"Er ist noch ganz, ja...nur ganz wenig hab ich genommen, ja..hehe...nur ganz wenig.", kommt es fast stotternd aus des Glatzkopfes blutigem Mund, als Hjotra die Wunden an des Nordmannes Schulter und Hals sieht, die gar stümperhaft mit einem Stück Stoff verbunden wurden und auf dem rote Blutflecken gut sichtbar zu erkennen sind.
"Und was ist das?", will Hjotrta dann nur wissen, auf die Tasche deutend, die Vilrim nach wie vor umklammert.
"Das? Ja das...ich denke, es...ich weiß nicht....", stammelt er weiter und öffnet sie jäh, um sodann den Inhalt auf den steinigen Boden der Grabkammer zu schütten.
"Hier, ja...hehe. Das, was Ihr benötigt. Seht her, ja...Papier, genug Papier..."
Vilrim hebt ein paar Blatt loses unbeschriebenes Papier in die Höhe und kümmert sich nicht weiter um die restlichen Dinge, wie ein paar Münzen, Angelschnur oder ein einfaches Messer und grinst Hjotra fast mit einem Hauch von Stolz an.
"Ich benötige noch eine Feder und einen Behälter.", erklärt sie, während sie das Papier an sich nimmt.
"Lasst den dort ausbluten. Und bring mir etwas von seinem Blut."
Vilrim blickt zu dem Nord, der mit weit aufgerissen Augen und Mund dort am Boden liegt, und nickt dann eifrig.
"Gewiss, Herrin...ja...hehe. Gewiss."
Während Vilrim sich in der gewohnt hektischen Art daran macht die Anweisungen Hjotrtas umzusetzen, begibt sie sich mit dem Papier zu der steinernen Grabplatte, die ihr fortan als Tisch dienen wird.
Sie wischt den Staub auf der Platte weg und legt die Blätter Papier dort ab.

Ja, sie wird sich nun daran machen eine erste Botschaft zu verfassen.
Sie ist gespannt, wie Verata reagieren wird.
Er soll einer der alten Vampire sein.
Sie selbst hörte diesen Namen nie, aber Fjorig sprach damals eh nie über die ´anderen´.
Vilrim wird gehen.
Voil und Maeglin will sie an ihrer Seite wissen, die Neugeborenen sind zu unerfahren und die Neue, Talide, wird sie sich genauer ansehen.

In diesem Moment kehrt Vilrim zurück, einen kleinen hölzernen Behälter in Händen haltend und ein Grinsen im Gesicht...





[Infos]

Start: In der Woche ab 13. März 2017
Ablauf: Hjotra entsendet einen ersten Boten, der einen Vampir aufsucht, dessen Aufenthaltsort man grob kennt. Dieser wird für eine Zusammenkunft eingeladen und gebeten diese Kunde an weitere Vampire weiterzugeben. Weitere Boten werden ausgesandt, Vampire zu suchen und einzuladen.
Zeitraum: ca. 2-3 Wochen
Ende: Ungefähr am 26. März bis 02. April 2017, mit der Option für weitere Einladungen, je nach Verlauf.
Teilnehmer: ´Abgesandte´ und Boten des Moldark-Clans, sowie die aufgesuchten Vampire.
Hinweis/e: Vampir-Rollenspieler/innen, die ebenfalls gerne aufgesucht und eingeladen werden möchten, senden mir bitte mögliche IC-Kontaktmöglichkeiten zu.


Zuletzt von Spiffypurse am So März 12, 2017 12:00 pm bearbeitet; insgesamt 13-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di März 07, 2017 2:19 pm 582



Es ist ruhig in den dunklen, kalten Hallen und Gängen der einsamen Feste hoch oben in den verschneiten Bergen von Ostmarsch.
Hier und da knarrt ein alter Balken oder bröckelt irgendwo ein kleines Stück von altem Stein herunter, aber ansonsten ist kein Laut zu hören.
Hjotrta sitzt auf dem steinernen Stuhl, der eher einem kleinen Thron gleicht und stiert ins Leere.
Ihre Arme ruhe auf der ebenso steinernen Lehne, in der Rechten hält sie den Kelch, der schon längst leer.
Sie denkt nach, keine Frage.
Schritte sind nun zu vernehmen.
Vilrim, ihr glatzköpfiger Weggefährte, nähert sich.
Er bleibt einige Schritte vor seiner Herrin stehen und senkt den Kopf, will nicht aufdringlich wirken.
Hjotrta blickt ihn nun an, mustert ihn und seinen rechten Arm, den er sich an seinen Körper ´gebunden´ hat.
Vilrim bemerkt die musternden Blicke und den skeptischen Blick beim Anblick des von Voil abgetrennten Armes, von dem er sich scheinbar nicht so recht trennen kann.
Die Herrin sagt nichts, rollt nur ein wenig mit den Augen.
Man könnte meinen, sie ist genervt.
Vilrim beschließt zunächst auch nichts zu sagen.
So bleibt er erst einmal stehen und wartet ob weiterer Anweisungen.

Die Gäste sind wohl ausgeflogen oder irgendwo in der Feste verteilt.
Vilrim selbst hat nicht viel von der großen Zusammenkunft mitbekommen.
Er hat Wache geschoben, draußen im Schnee.
Nach einer gefühlten Ewigkeit entschließt er sich dann doch seine Herrin anzusprechen.
"Es ist alles in eurem Sinne verlaufen?"
Hjotrtas blutrote Augen wandern zu dem Glatzkopf.
"Es könnte durchaus schlechter sein.", antwortet sie dann nickend.
"Und der ´Alte´ war auch da?"
"Verata? Ja. Ich war auch überrascht. Er war es sogar, der von allen dem Pakt am ehesten positiv gegenüber stand."
Vilrim würde eine Augenbraue heben, so er eine hätte.
"Interessant, ja...hehe.."
"Wir werden sehen, was daraus wird.", sagt nun Hjotrta, stellt ihren Kelch ab und richtet den Oberkörper auf.
"Wurde unterzeichnet?"
"So gut wie, ja."
Vilrim nickt.

Es wundert ihn, dass seine Herrin so nachdenklich wirkt.
Ihre Pläne scheinen sich zu erfüllen.
Die Vampire folgten ihrer Einladung, kamen zu dem Treffen und waren, zur Überraschung aller, wohl grundsätzlich einer Meinung.
Dennoch beschäftigt sie etwas.
Der glatzköpfige Einarmige wird sich hüten dies nun zu erfragen und geht ein paar Schritte zur Seite, als sich Hjotrta erhebt.
Auch er ist sehr gespannt ob der Zukunft.

Wird der Blut Pakt ein neues Zeitalter einläuten?





[Infos]

Termine: 18. und 25. April 2017
Ablauf: Auf die Einladung von Hjotrta versammelten sich einige Vampire und verhandelten über einen etwaigen Pakt, um sich zu einen und so ihre Macht zu stärken.
Zeitraum: 2 Versammlungstage
Ende: Am 25. April 2017
Teilnehmer: Moldark-Vampire als ´Gastgeber´ und die eingeladenen Gäste.
Hinweis/e: Die Verhandlungen führten im Großen und Ganzen zu einem Erfolg. Man einigte sich über die meisten Punkte. Der Unterzeichnung steht nichts mehr im Wege. Die Pakt-Gründungsteilnehmer bilden nun einen Rat. Die 1. Ratssitzung soll in Kürze folgen. Weitere Vampire können dem Rat alsbald vorstellig werden.


Zuletzt von Spiffypurse am Fr Apr 28, 2017 9:48 am bearbeitet; insgesamt 5-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di März 07, 2017 2:19 pm 583





[Infos]

Termine: Ab Mitte September 2017
Ablauf: Hjotrta lässt Raben entsenden, die Ratsmitglieder erneut einzuladen, um ihr Blutzeichen auf den Vertrag zu setzen, den Blut-Pakt zu besiegeln. Weiterhin hält man die Augen offen für weitere Kandidaten, die für den Pakt von Nutzen sein können.
Zeitraum: Noch offen
Ende: Noch offen
Teilnehmer: Die Moldarks, die bisherigen Paktspieler und weitere Interessenten.
Hinweis/e: Es soll jetzt offenenes und auch spontanes Rollenspiel unter den Teilnehmer/innen angestrebt werden. Weitere interessierte Vampir-Rollenspieler können dem Rat alsbald vorstellig werden. Man versucht eine erste offizielle Ratssitzung abzuhalten und erste Pläne zu schmieden.


Zuletzt von Spiffypurse am Do Sep 28, 2017 11:52 am bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Mi März 08, 2017 11:18 am 588




- Infos folgen -


Zuletzt von Spiffypurse am Sa März 11, 2017 11:01 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Do März 16, 2017 10:09 am 606


- Kapitel 1 -  

Steinfälle, im Jahre 585 der Ära...  

Im Hintergrund ertönt das Grollen des Aschberges, der unentwegt Asche auf die karge Ödnis Steinfälles herab regnen lässt.
Die grauen Wolken verhüllen in dieser Nacht die Sicht auf den Sternenhimmel.
Vilrim stört es nicht.
Auch kümmert ihn die Asche nicht, die aus sein kahles Haupt herab fällt.
Nein, so bietet ihm die dunkle Nacht gar noch mehr Schutz, um sich abseits der Wege seinen Weg zu seinem Ziel zu bahnen.
Vilrim, die glatzköpfige rechte Hand Hjotrtas, stets hektisch wirkend, mit sich selbst sprechend und immer wieder leise lachend, ist bereits seit einiger Zeit unterwegs, im Auftrage seiner Herrin.
Sie übergab ihn dieses Schreiben.
Ein einfach zusammengerolltes Pergament, für einen der alten Vampire.
"Geh und suche ihn. Er soll sich in Steinfälle aufhalten. In einer alten Ruine, die man Veratum nennt.", sprach sie und übergab ihm die Schriftrolle.

Jetzt ist er schon eine Weile unterwegs.
Rast benötig er keine, Schlaf kennt er nicht mehr.
Vilrim ist ein Meister, wenn es darum geht sich zu verstecken oder entlegene Pfade zu finden.
Verata, so heißt der Vampir, den es zu finden gilt.
Er weiß um die Pläne Hjotrtas und ist sich nicht sicher, ob die Zeit dafür schon reif ist.
Aber er würde es nie wagen vor ihr das Wort zu erheben.
Nicht ungefragt, nein.
Sie wird ihn selbst fragen kommen, würde sie seinen Rat brauchen.

Nun ist er am Ziel.
Denkt er zumindest.
Vor ihm liegt eine alte Stadt, oder besser das, was davon noch übrig ist.
Es müsste passen, es könnten die Ruinen von Veratum sein.
Vilrims Augen flackern wie wild umher, so, wie sie es eigentlich immer tun.
Er versucht jedes Detail seiner Umgebung, jede Bewegung wahrzunehmen und bewegt sich dann in gebückter Haltung zu den teils zerstörten Mauern Veratums.
Er findet einen kleinen Durchgang und schleicht hinein.
Vor ihm erstreckt sich ein großer Vorplatz, ein alter Brunnen, der schon ewig kein Wasser mehr führt und steinerne Gargoyles, die auf hohen Säulen thronen als ob sie diesen Ort bewachen.
Am Ende des Vorplatzes fällt insbesondere ein großes Gebäude auf, das noch recht gut erhalten ist.
Vilrim erkennt darin das Hauptgebäude und schleicht weiter darauf zu.
In der ganzen Ruinenstadt liegt ein Mantel der Stille.
Ab und an einige Geräusche, als ob sich irgendwo ein paar Steine lösen und herab fallen.
Vor dem Hauptgebäude verharrt der glatzköpfige Vampir und wirft noch einmal einen Blick über den großen Vorplatz.
Nichts zu sehen.
Aber er spürt, dass hier etwas ist.

Ins Innere kommt Vilrim über eine zweiflügelige Holztür, die auch nicht verschlossen ist.
Er öffnet sie ganz langsam, lugt hinein und tritt dann ein.
Im Inneren ist es noch ruhiger.
Nur das leichte Grollen des Aschberges durchbricht diese Stille.
Eine seltsame Aura umgibt diesen Ort.
Vor Vilrim erstreckt sich eine große, fast leere Halle.
Er geht langsam, immer noch in gebückter Haltung und den Körper angespannt, ein paar Schritte vorwärts, so als würde er sich im Dunkeln ganz vorsichtig vorwärts tasten.
Aber er sieht natürlich in der Dunkelheit ausgezeichnet.
Lichtquellen gibt es keine.
Es hätte ihn auch überrascht.
Er hört in die Dunkelheit, in die Stille hinein.
Nichts.
Stille.
Aber er spürt etwas.
Ein kalter Luftzug, der ihn erfasst oder eben dieses Gefühl, dass er hier nicht alleine ist, das er bereits am Ziel ist.

Vilrim entscheidet sich seine Deckung aufzugeben.
Was soll er sich auch weiter verstecken, wurde er doch vermutlich schon längst entdeckt.
Und was würde ein Vampir davon halten, würde er einen der Seinen hier beim Herumschleichen erwischen?
Er geht zurück zur Eingangstür, öffnet sie und lässt sie mit einem lauten Knall zu fallen.
Das Echo des Lärms hallt durch die Halle und die dunklen Flure des Hauses, bis es irgendwann wieder ruhig ist.
Vilrim geht ein paar Schritte in die Halle hinein und beginnt laut zu rufen.
"Verata!"
Nichts.
Noch einmal.
"Verata, aus Veratum!"
Wieder wartet er, horcht in die Stille, lugt in die Dunkelheit.
Da ertönt, ganz leise, eine ruhige Stimme aus dem Nichts.
"Wer stört meine Ruhe? Wer ist es, der hier eindringt?"
Vilrim zögert kurz, antwortet dann.
"Verata, so zeigt Euch, ja. Meine Herrin entsendete mich mit einer Botschaft, ja...hehe.."
Wieder Stille.
"Eine Botschaft für Euch, ja. So zeigt Euch...", ruft Vilrim ein weiteres Mal in die Halle.
Nur wenige Schritte entfernt von ihm kristallisiert sich in diesem Moment plötzlich eine Gestalt aus dem Nichts, als wenn sie schon ewig dort stand, man sie nur nicht sehen konnte.

Verata ist nicht von großer Statur, schlank und in dunkler Kleidung gehüllt.
Sein Gesicht ist durch eine Kapuze und einem Tuch vor dem Mund halb verdeckt.
Nur die funkelnden Augen sind zu erkennen, die Vilrim fixieren und scheinbar eingehend mustern.
Die Hände hat er hinter dem Rücken verschränkt.
Verata war mal ein Dunmer, zumindest vor einer Ewigkeit.
"Eine Botschaft?"
Die Stimme des alten Vampirs ist nach wie vor ruhig.
Aber in der Frage ist ehrliche Neugierde zu erkennen.
Vilrim nickt und neigt sein glatzköpfiges, von Brandnarben übersätes Haupt leicht, eine Verbeugung andeutend.
"Meine Herrin, Hjotra, vom Moldark-Clan, ja...hehe...sie überbringt Euch diese,...diese Botschaft, ja..."
Der Glatzkopf fasst in die Innenseite seines Lederwams, holt das zusammengerolltes Pergament hervor und reicht es Verata.
Der Vampir nimmt es entgegen, lässt aber Vilrim nicht aus den Augen.
Er entrollt das Dokument und überfliegt die Zeilen.

"Ein Pakt?"
Wieder kurz Stille.
"Ein kühnes Unterfangen. Aber interessant.", kommt es dann sehr ruhig von ihm.
Vilrim nickt.
"Was kann ich meiner Herrin sagen?", will er wissen.
Verata zögert, sagt erstmal nichts und musternd Vilrim dafür ausführlich von oben bis unten.
Er tritt näher, geht um ihn herum, als wolle er abwägen, was er von dem Glatzkopf zu halten hat.
"Interessant ist es, ja. Ich werde es mir überlegen. Vorher würde ich die Moldarks gerne kennenlernen. Nehmt dies nicht als Zusage, vielmehr als Erwägung."
Vilrim nickt abermals.
"Und nun geht. Sagt dies eurer Herrin, aber geht."
Eine weitere angedeutete Verbeugung, dann wendet sich Vilrim ab, genau dies zu tun.


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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Do März 23, 2017 9:34 am 634


- Kapitel 1 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Stros M´Kai...
 


Vilrim drückt seine dürren Körper ganz eng an die alte Steinmauer und blickt, im Schutze der Dunkelheit der Nacht, auf den offenen Platz und die Taverne, aus der - trotz der späten Stunde - immer noch einige Betrunkene heraus torkeln und lallend von dannen ziehen.
Für sie interessiert er sich nicht.
Der glatzköpfige Vampir entscheidet sich zu einigen Bäumen zu schleichen, um einen noch besseren Blick auf ´die kreischende Meerjungfrau´ zu haben, dem größten und bekanntesten Gasthaus auf Stros M'Kai.
Es hat schon ewig gedauert hierher zu kommen, ohne das man ihn erkennt, so nahe bei den Lebenden.
Es passt ihm so gar nicht, aber Hjotrta erteilte ihm den Auftrag eine Vampirin zu finden, die sich Taipane schimpft.
Ihn, dem man gefühlt bereits aus hundert Schritt Entfernung sein Wesen ansieht, ekelt es an unter den schwachen Kreaturen zu wandeln.
Wenn es nach ihm ginge würde er sie alle schlachten.

In diesem Moment aber verengt er seine Augen zu schmalen Schlitzen.
Eine kleine, leicht zerbrechlich wirkende Dunmer im weißen Gewand tritt heraus, bleibt in der Nähe der steinernen Treppenstufen im Eingangsbereich stehen und schaut sich um.
Vilrim erkennt die Halskette.
Es zeigt, dass sie eine Sklavin ist.
Er fixiert sie nun und lässt seine unruhigen Augen ihren Körper erkunden, während die Dunmer scheinbar wartet.
Ein prüfender Blick über den Platz und über die nähere Umgebung, aber es ist, außer der Dunmer, keine Seele mehr zu sehen.
Der glatzköpfige Wiedergänger überlegt kurz, dann entscheidet er sich seine Deckung für einen kurzen Moment aufzugeben und mit ruhigen Schritten zu einem der nächsten Baumreihen zu gehen, während er währenddessen seine rot stechenden Augen in Richtung der scheinbar Wartenden schweifen zu lassen.
Es ist unverkennbar, dass die Dunmer leicht aufschreckt, als sie für den Augenblick Vilrim wahr nimmt, sich dann aber in Bewegung setzt und - nach einem kurzen Umsehen - beginnt auf ihn zuzugehen.

"Taipane..?", flüstert Vilrim die Frage zu der Dunkelelfin, die ihm nun bei den Bäumen gegenüber steht.
"Sera,...meine Herrin, sie erwartet Euch.", kommt es sehr leise aus Veleseas Mund, leicht nickend und für Vilrim gut spürbar, am ganzen Körper zittert.
Eine sterbliche Grauzunge empfängt ihn und es scheint, dass man ihn bereits erwarten würde.
Vilrim versucht seine Überraschung nicht zu zeigen und mustert Velesea von oben bis unten, die ihm indes ein Zeichen gibt ihr zu folgen.
Der Glatzkopf sieht sich wieder um, prüft die Lage und geht ihr dann, mit etwas Abstand, hinterher.
Man nähert sich ´der kreischenden Meerjungfrau´, nutzt dann aber einen der Seiteneingänge.

"Passt mit dem Feuer auf, ja...aufpassen..", schimpft Vilrim und verzieht sein eh schon hässliches Narbengesicht zu einer  Fratze.
"Entschuldigt, Sera. Entschuldigt...", antwortet Velesea prompt und hält die soeben entzündete Fackel weiter am Boden und so weit es geht vor sich.
Die beiden durchqueren, unterhalb der Erde, einen dunklen Gang und kommen nach einer kurzen Zeit an eine Tür.
Die Dunmer öffnet sie und tritt beiseite, Vilrim den Vortritt zu lassen.
Er tritt heran und will durchschreiten, zögert dann aber, als er um den Türrahmen herum Kristalle und dahinter einige Runen erkennt.
Mit einem fragenden Blick wendet er sich Velesea zu.
"Meine Herrin, sie ist...sehr vorsichtig. So ist es sicher. Ein Portal, das direkt zu ihr führt. Keine Gefahr."
Velesea ist Vilrims Anwesenheit mehr als unangenehm.
Der Vampir spürt ihre Angst, kann sie förmlich riechen.
Ein weiter kurzer Augenblick des Zögerns, dann tritt er hinein und durchschreitet das Portal.

Vilrim befindet sich nun an einem gänzlich anderen Ort.
Eine steinerne Empore, ohne Mauer und umgeben von dichten Bäumen, auf der sich Möbel befinden...Stühle, Sessel, ein Tisch und ein kleiner Schrank.
Am Ende des Empore steht am Rand, mit dem Rücken zu Vilrim, eine Frau, die in der einen Hand ein Glas mit einer roten Flüssigkeit hält.
Während Vilrim in Sekundenschnelle den Ort mustert, spricht sie, ohne sich dabei umzudrehen.
"Willkommen, mein Freund. Ich habe euer Kommen gesehen. Aber was führt Euch hierher? Ihr seid keiner von meiner Gehaltsliste."
Ihr Stimme ist ruhig, als sie spricht und erst jetzt wendet sie sich langsam um und betrachtet Vilrim.
"Taipane?", fragt er abermals.
Taipane ist der Name, den man ihr in gewissen Kreisen gab.
Hjotrta beauftragte Vilrim damit eine Sendrasa Dralas zu suchen, die Sklaven an Vampire verkauft und so gute Geschäfte wohl macht.
Ihr Kundenstamm scheint stetig zu wachsen, wenngleich nicht Jeder zu ihren Freunden zu zählen ist.
Neid und Eifersucht waren schon immer ausgeprägte Eigenarten der Blutsauger.
"Ja, so nennt man mich auch.", antwortet Dralas ruhig gen Vilrim.
Der Glatzkopf nickt.
"Aber nun erzählt, mein Lieber. Wer seid Ihr? Und was führt Euch zu mir?"

Er packt in die Innenseite seines Lederwams und holt ein in einfacher Art zusammengerollte Pergament hervor, um es ihr zu reichen.
"Meine Herrin, ja...hehe...Hjotrta, vom Clan der Moldarks, ja...sie schickte mich Euch dies zu geben..."
Dralas nickt nur stumm und weist Velese, ihre Sklavin an, ihrem Gast ebenfalls ein Glas des ´Weines´ anzubieten, während sie selbst das Pergament an sich nimmt und aufrollt.
Sie erkennt in geschwungener, aber nicht edler Schrift einige Zeilen in blutroter Farbe.
Ein paar Blutflecken und so etwas wie eine Art ´Fingerabdruck´ sind an den Rändern zu sehen.
Während Vilrim das Glas aus den Händen Velesea entgegen nimmt und ihr nun ein fast schon übertriebenes Lächeln schenkt, beginnt Dralas zu lesen.
Sie geht ein paar Schritte dabei und blickt dann zu Vilrim.

"Interessant. Es klingt ein wenig hoch gegriffen, fast schon verrückt...aber...", sie zögert kurz, fährt dann aber fort "Ja, es gibt nicht lange zu überlegen. Ich werde es mir anhören. Ja. Sagt eurer Herrin, dass Sendrasa Dralas kommen wird. Und sagt Ihr, dass sie nicht alleine kommen wird..."


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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   So März 26, 2017 12:16 pm 644



- Kapitel 1 -  

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Irgendwo an einem verschneiten Weg im Fürstentum Winterfeste...

Es ist tiefe Nacht.
Über den Tag hin weg ist eine Menge Neuschnee gefallen und es schneit weiterhin ohne Unterlass.
Dazu weht ein kräftiger Wind.
Von einem Sturm kann man wahrlich nicht sprechen, aber Lebende würden zu dieser Stunde - und bei diesem Wetter - den Aufenthalt im Freien sicher meiden.
Die dunklen Wolken, aus denen unentwegt Schnee fällt, lassen die Nacht noch dunkler erscheinen.
Der Wind weht so kräftig, dass etwaige Geräusche von Lebewesen quasi verschluckt.

Vilrim hockt schon seit geraumer Zeit an einer Anhöhe im Schutze einige Bäume und Felsen und beobachtet den schmalen Weg, der nur einige Schritte von ihm entfernt etwas unterhalb von seiner Position verläuft.
Er führt in die nächstgelegene Nordsiedlung, scheint aber in letzter Zeit wenig genutzt worden.
Es hat sich bereits eine ganze Menge Schnee auf des Blutsaugers fahler Glatze und dürren Schultern gelegt, fast eines Mantel gleich, der sich um ihn legt.
Er beachtet dies gar nicht, hockt nur dort und regt sich nicht.
Nur seine Augen flackern unruhig umher und nehmen trotz des starken Schneefalls alles wahr, was sich in seiner Umgebung bewegt oder aufhält.
Morgrayne, so heißt die Vampirin, die er zu suchen hat.
Die Letzte auf seiner Liste, bevor es dann wieder zu seiner Herrin gen Ostmarsch geht.

Er kannte diese Vampire alle nicht, die er bisher aufsuchte.
Von Verata hörte er mal.
Von solch alten Vampiren ist es dann auch nicht verwunderlich, insbesondere wenn es sich um einen der Volkihar handelt, einem mächtigen Stamm der Vampire aus Ost-Himmelsrand.
Wenn es nach ihm ginge, so würde er die Finger von ihm lassen.
Solch alten Vampiren sollte man noch weniger Vertrauen schenken.
Aber Hjotrta wird schon wissen, was sie tut.

Taipane, die Sklavenhändlerin, machte Eindruck auf ihn.
Als er in diesem Moment an die Begegnung mit ihr denken muss, so kommt ihm auch ihre Sklavin Velesea in den Sinn.
Instinktiv leckt er sich mit der Zunge über seine Zähne und ein leichtes Grinsen fährt in sein mit Brandnarben übersätes hässliches Gesicht.
Als sie ihm anbot sich noch zu nähren, hätte er es annehmen sollen, obgleich sie damit wohl nicht Velesea meinte.
Sicher ist sie ihre Gespielin und dient ihr in allen Belangen.
Schade, denkt er sich.
Sie gefiel ihm.

Nun aber blickt Vilrim auf, wird aus seinen Gedanken gerissen, als er eine Gestalt erblickt, die sich auf dem Weg durch die kalte und verschneite Nach langsam vorwärts bewegt.
Es ist eine Frau.
Er erkennt sie.
Es ist Morgrayne, zumindest meint er es.
Er beobachtet sie nun schon eine Weile, folgt ihr bereits seit Tagen.
Sie trägt einen schwarzen Kapuzenmantel aus Leinenstoff.
Darunter hüllt sie ihren schlanken Körper in bretonischen Stoff und Leder in Kombination mit schweren Schulterplatten und Stiefeln, sowie schwarze Lederhandschuhe.
Geschultert hat sie Bogen und Köcher mit Verzierungen und Punzierung und an ihrer Seite wartet ein orkischer Dolch auf seinen Einsatz.
Auf den ersten Blick wird man sie so schnell nicht als eine der Ihren erkennen.
Aber Vilrim ist sich sicher.
Sie ist es, ...sie muss es sein.

Die Frau bewegt sich langsam und ruhig durch die Nacht.
Vilrim folgt ihr nun, bleibt aber noch im Schutze der Bäume.
Sicher hat sie ihn schon bemerkt oder wird es alsbald tun.
Er spekuliert darauf und bleibt ihr auf den Fersen, immer wieder die Umgebung im Auge behaltend.
Die Gestalt auf dem Weg bleibt dann plötzlich stehen.
Ihre Bewegungen sind weiterhin ruhig.
Sie schaut sich um, geht ein paar Schritte, bleibt dann wieder stehen.
Vilrim s Blicke haften an ihrem Körper, versuchen jedes Detail ihrer Bewegungen wahrzunehmen.
Er will noch etwas näher heran, als in diesem Augenblick auf einen Ast tritt, der halb aus dem Schnee heraus ragt und es dann einen doch sehr gut hörbares Knackgeräusch gibt.
"Halt! Wer ist da? Gebt Euch zu erkennen!"
Die Stimme der Frau wirkt entschlossen, ihr Blick in Vilrims Richtung gelenkt.
Es ist Zeit das Versteck aufzugeben und sich ihr zu offenbaren.
Vilrim erhebt sich, tritt vor die Bäume, sodass man ihn gut sehen kann und nähert sich langsam.

Stahl-blaue Augen, blutunterlaufe mit dunklen, tiefen Augenringen, blicken Vilrim an und mustern ihn.
Das blasse Gesicht macht dadurch den Eindruck, als hätte Morgrayne monatelang kein Auge zugemacht.
Ihr Blick wirkt irgendwie gejagt oder paranoid.
Vom schwarzen - sonst glattem - Haar, stehen einzelne Strähnen ab.
Für eine Sekunde fragt er sich welcher Art sie angehört.
Womöglich zu einer Unterart, die gut genährt unter den Lebenden wandeln kann, ohne auf den ersten Blick als Untoter erkannt zu werden.
Sie nähert sich ebenso.
Man erkennt, dass ihr Körper angespannt ist.
Sie verzichtet aber darauf, zu ihren Waffen zu greifen.
"Sprecht. Wer seid Ihr? Warum folgt Ihr mir...schon seit Tagen?"
Vilrim nickt, deutet eine leichte Verbeugung an.
"Vilrim, ja...Vilrim...hehe. Das ist mein Name, ja."
Morgrayne verschränkt die Arme vor ihrer Brust, fixiert den Blutsauger weiterhin und will natürlich mehr wissen.
"Meine Herrin schickt mich...ja, hehe...sie schickt mich, Euch zu finden. Morgrayne, ja...das seid doch Ihr, ja?"
Sie scheint etwas irritiert.
Wer weiß von ihr?
Und wer könnte sich für sie interessieren, ist sie doch jemand, der Aufmerksamkeit um jeden Preis vermeiden will.
Vilrim merkt, dass er wohl mehr erzählen muss.
"Hjotrta, meine Herrin. Sie führt den Clan der Moldarks an, hehe...Sie ist es, die mich schickte, ja..."

"Hjotrta? Nie gehört. Warum schickt sie Euch?"
Die Sache scheint ihr nicht geheuer zu sein.
"Ja, gewiss. Eine Botschadt, ja... Ich habe,...hier. Eine Botschaft, von ihr."
Vilrim greift in die Innenseite seines speckigen Lederwams und holt ein aufgerolltes Pergament hervor, das er ihr dann direkt reicht.
Morgrayne nimmt es entgegen, weiterhin voller Skepsis im Gesicht.
"Eine Botschaft also. Es überrascht mich, dass eure Herrin Hjotrta von mir weiß. Ich bin nicht wichtig genug, um bekannt zu sein und ich hege auch keine Interesse, dass sich das ändert."
Vilrim zuckt mit den Schultern.
"Na dann wollen wir doch mal sehen, was sie von mir will."
Sie rollt dann Pergament auf und beginnt zu lesen...


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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Mi Apr 05, 2017 1:48 pm 668


- Kapitel 1 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Ein einsames, verlassenes Hügelgrab irgendwo in den westlichen Bergregionen von Ostmarsch...


"Seid Ihr sicha, Herrin, ja..? Wirklich sicha?"

Vlirims Stimme hat wie immer diesen leicht hektischen Unterton, wie ein ewig Getriebener, der nie zur Ruhe kommt.
"Es ist g´fährlich, ja...hehe...Ich weiß nicht, nein. Wenn Ihr mich fragt, so...", fügt er rasch hinzu, unterbricht dann aber prompt, als Hjotrta die Hand hebt.
"Ich frage Dich aber nicht."
Sie spricht gewohnt ruhig, aber entschlossen.
Ihr Augen verengen sich, blinzeln ihre rechte Hand Vilrim scharf an und geben ihm so wortlos zu verstehen, dass er jetzt besser seinen Mund hält.
"Ja, Herrin. Natürlich, ja..."
Vilrim senkt das kahle Haupt.
Die Clanführerin der Moldark s dreht sich von ihm weg und verschränkt die Arme vor ihrer Brust.
Sie starrt ins Nichts, so scheint es.
"Ich will ja gar nicht behaupten, dass es nicht riskant ist.", sagt sie dann, Vilrim noch immer den Rücken zugewandt.
"Vermutlich führt es eh zu nichts. Man wird wieder streiten, um irgendwelche Belanglosigkeiten. So, wie man es immer tat..."
Vilrim schaut auf, blickt zu seiner Herrin, die sodann fort fährt.
"Man stritt schon immer, noch bevor es uns gab, mein Freund. Man stritt und man tötete einander. Aber es gibt auch die, die Geschäfte miteinander machen. Auch wir sollten lernen uns zu organisieren."
Der glatzköpfige Gefolgsmann von Hjotrta nickt stumm.
"Die Moldarks sind für uns das Wichtigste, das ist unbestritten. Aber so denken auch die anderen. Wenn wir alle voneinander profitieren, könnte es funktionieren."
Vilrim hört weiter zu, sagt nichts.
Er lässt sie reden.
Es ist besser so.
"Diese Sklavenhändlerin, Dralas, sie könnte uns nützlich sein. Und sie hat sicher Verbindungen, kommt viel herum. Dieser Verata, hmm...er ist nicht einzuschätzen. Ein wohl mächtiger, alter Vampir. Aber er ist alleine, so scheint es. Man wird heraus finden, was er will. Und von Morgrayne weiß man ebenso wenig, eigentlich nichts."
Hjotrta dreht sich wieder zu Vilrim um.
"Es gibt vieles was wir nicht wissen. Aber wir werden es erfahren."
Der Glatzkopf nickt.
"Wo soll das Treff´n stattfind´n, Herrin? Wo...?"
"Wir werden einen geeigneten Ort finden, Vilrim. Weit oben in den Bergen, dort wo man schon seit Jahren keinen Fuß mehr hin setzte, wo der Schnee weißer und die Luft noch kälter ist. Dort soll es versteckt in den Bergkluften einzelne verlassene Feste geben..."
"Feste?"
Hjotrta nickt.
"Alte Feste, schon lange nicht mehr genutzt. Ich hörte bereits schon vor vielen Jahren davon."
"Aber wo genau, Herrin. Wo?"
"Auch das werden wir herausfinden. Wir werden sie suchen gehen."
"Und was, wenn die Zusammenkunft scheitert und man sich, wie Ihr sagtet, alle wieder nur streiten, hm? Was, ja was dann?"
"Dann, mein lieber Vilrim, hatten wir wenigsten unseren Spaß.", antwortet Hjotrta mit einem Lächeln auf den Lippen.
Vilrim kann nicht anders und setzt sein bekanntes breites Grinsen auf.


Zuletzt von Spiffypurse am So Apr 23, 2017 12:21 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Di Apr 11, 2017 10:20 am 676


- Kapitel 1 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Eine versteckte Kammer in einer verlassenen Feste in den Bergregionen von Ostmarsch...


Der glatzköpfige Vilrim tritt an seine Herrin heran, geht vor ihr auf die Knie und senkt sein Haupt.
Hjotrta blickt kühl auf ihn herab, während sie ihre Arme vor der Brust verschränkt und zunächst nichts sagt.
Der Ärger über das vermeintlich neue und sichere Versteck, hier in dieser versteckten Kammer dieser Ruine, überwiegt momentan noch.
Auf ihn war immer Verlass und so wiegt die Enttäuschung ob seines Versagens weitaus größer.
Kaum waren sie hier eingezogen, wurden einige der Moldarks bei einer Patrouille von einem Werwolf attackiert.
Man kann von Glück sprechen, dass sie nicht in Stücke gerissen wurden und er in die Flucht geschlagen werden konnte.
Aber war dieses Versteck nicht etwa sicher, so wie Vilrim behauptete?
Und man mag weiterhin nur hoffen, dass dieser elende Abschaum von Werwolf alleine war und nicht Teil eines Rudels.
Er hätte es besser prüfen müssen.
Die Moldarks können sich keine weiteren Ausfälle mehr leisten, sind sie immer noch zu klein und haben bereits den Verlust dieser unsäglichen Enttäuschung, die sich Paine schimpft, zu verkraften.
Was den Zorn ein wenig mildert ist die Tatsache, dass wenigstens nur er die meisten Verletzungen hat davon tragen müssen.
Dennoch wird sie sich überlegen, ob diese Schlamperei eines Dilettanten nicht doch eine Strafe nach sich ziehen sollte.
Während sie überlegt, erhebt Vilrim, der gerade erst wieder von einem Botengang zurück ist, sodann die Stimme.

"Herrin, ja...ich kehre zurück mit einer Botschaft, ja...hehe."
"So sprich."
"Herrin, ich übergab euer Schreiben Vaylon, ja.."
"Komm auf den Punkt."
Vlirim blickt kurz auf, fährt dann aber umgehend fort.
"Vaylon, der Vampir aus Deshaan, ja...in der Nähe der Stadt Narsis...hehe, ja.."
Hjotrta verzieht keine Miene.
"Und? Was sagt er?"
"Er wird kommen, ja. Er nimmt die Einladung an."

Hjotrta blickt auf, als ob sie für einen Moment nach denkt.
"Gut. Es werden langsam mehr. Es wird Zeit die Einladungen zu entsenden. Voil wird schon in Bälde zurück sein und hat hoffentlich einen geeigneten Ort für die Zusammenkunft gefunden."
Vilrim blickt seine Herrin fragend an.
Diese winkt ab, als sie seinen Blick bemerkt.
"Ich werde euch zu gegebener Zeit darüber unterrichten. In der Zwischenzeit haltet besser die Augen auf, dass wir nicht wieder überrascht werden."
In ihrer Stimme kann man weiterhin den Zorn heraus hören.
Vilrim nickt eifrig und zieht sich ohne zu zögern zurück.

"Dann ist es also bald soweit...", spricht Hjotrta leise zu sich selbst, als sie sich abwendet und ins Leere starrt.
So wie sie es immer tut, wenn sie nachdenkt.


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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Mi Apr 19, 2017 2:35 pm 695


- Kapitel 2 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Weit oben in den verschneiten Anhöhen der Bergregionen von Ostmarsch...


Hier weit oben auf den Anhöhen der westlichen Bergregionen von Ostmarsch weht eine scharfe Brise, der die obersten losen Schichten des Schnees oftmals herum wirbeln lässt.
Es ist tiefste Nacht.
Die Sterne funkeln klar am Nachthimmel, während sich der Mond auf den Schnee- und Eisflächen hier oben spiegelt und die Szenerie in ein besonderes, unheimliches Licht taucht.

Vilrim, der glatzköpfige Vampir, wartet hier schon seit einigen Stunden zusammen mit der Vampirin Sendrala Dralas, die man auch Taipane ruft, sowie ihrer sterblichen Sklavin Velesea.
Der Glatzkopf hatte die Sterbliche erheblich attraktiver in Erinnerung, hat aber gerade andere ´Sorgen´.
Er ist schon die ganze Zeit damit beschäftigt seinen von Voil abgetrennten rechten Unteram mit einer Kordel an seinem Körper festzubinden.
Er mag sich nicht von diesem Teil seines Körpers trennen und keiner weiß, warum dies so ist.
Nun baumelt der halbe Arm an seiner rechten Bauchseite herab, als wenn es eine Klinge wäre.
Die Wunde am Oberarm ist inzwischen gut vernarbt.
Voils Zweihandschwert ist sehr scharf, wie er leider hat am eigenen Leibe feststellen müssen.
Er nimmt seine Strafe fast schon Schulterzuckend auf.
Es hätte gar noch schlimmer enden können, denkt er sich.
Mit Hjotrta zu diskutieren oder gar um Gnade zu winseln hätte genau diese Wirkung gehabt.

Jetzt steht er hier und wartet, etwas abseits der Dralas und seiner Sklavin.
Er ist nur hier, um zu sehen, ob sie Wort hält.
Hjotrta traf sich erst kürzlich mit der Vampirin, die die Fähigkeit besitzt Portale zu erschaffen.
Eine Fähigkeit, die den Moldarks so gänzlich fehlt.
Magie, und derart Dinge, sind ihnen scheinbar suspekt, bis auf einige Ausnahmen.
Und Hjotrta lehnt sie wohl ab, will mit diesen Dingen nichts zu tun haben.
Da kommt die Dralas gerade Recht, hat sie doch ihre Hilfe bei der Zusammenkunft angeboten.
Es wird sich bald zeigen, ob man ihr trauen kann und ob sie es schafft die anderen Vampire über ein Portal zu der versteckten Feste noch weit höher in den Bergen zu transportieren.

Vilrim selbst ging nur dieses eine Mal durch ein solches magisches Tor, damals bei eben der Dralas, als er ihr die Botschaft seiner Herrin überbrachte.
Der Glatzkopf will gerade wieder die Kordel fester an den Körper zurren, da hält er in diesem Augenblick inne.
In der Ferne, im Schnee, taucht eine dunkle Gestalt auf.
Zu Fuß.
Nein, eine weitere.
Sie schreiten langsam auf sie zu.
Und sie gehören scheinbar nicht zusammen.
Oder doch?
Vilrim lässt von der Kordel ab und spannt instinktiv seinen Körper an.
Eine weitere Gestalt taucht auf, etwas abseits der anderen beiden.

Ja, da sind sie.
Sie kommen.

Sie kommen wirklich...


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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   So Apr 23, 2017 12:18 pm 698


- Kapitel 2 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Sehr weit oben irgendwo in den verschneiten Bergregionen von Ostmarsch in einer alten verlassenen Feste...


Sie haben sich Zeit gelassen.
Aber als sich die schwere Türe dieser alten verlassenen Feste öffnet, die weit abseits alles Lebens hoch oben in den verschneiten Bergen von Ostmarsch gelegen ist, ist Hjotrta dann doch ein wenig überrascht.
Positiv überrascht.
Sie sind wahrlich doch alle gekommen.
Die Anführerin der Moldark hatte gehofft, dass sie ihrer Einladung folgen würden, aber das sie alle kommen, damit hatte auch sie nicht gerechnet.
Diesen ersten kleinen Triumph kostet sie für sich alleine aus, als sie den Gästen zulächelt, die soeben die Feste betreten.

"Es freut mich sehr und erfüllt mich mit Ehre, dass ihr meiner Einladung gefolgt seid. Fühlt Euch willkommen, hier in dieser verlassenen, einsamen Feste, hoch oben in den Bergen von Ostmarsch."
Hjotrta deutet auf die große Tafel, macht eine einladende Geste sich doch zu setzen.
Es ist gar nicht ihre Art sich so überschwänglich zu geben, aber die Situation und die Ziele erfordern kleine Opfer.
Schließlich war sie es, die geladen und große Pläne hat.
Und dazu braucht sie die anderen.
Jetzt muss sie sie nur noch davon überzeugen, dass auch sie die Moldarks, und Hjotrta, brauchen.

Es dauert nicht lange, bis sich die Vampire um die große Tafel versammeln und Platz nehmen, während indes Talide, die immer noch undurchsichtige Dienerin, umherschwirrt, den Gästen erkaltetes Blut irgendwelcher Nordbauern zu kredenzen.
Ein knapper Blick geht gen Voil, ihrem Ritter, der sich um die Wachen kümmert.
Er weiß Bescheid, ist instruiert sich im Zweifel ´um alles zu kümmern´.
Man weiß ja nie, wohin solch ein Treffen führen mag.
Am Ende sind sie doch alle Raubtiere, gierend nach Blut und Macht und im Blutrausch unberechenbar.
Luayl hat inzwischen ihren Platz an Tisch nebenan gefunden, umringt von Büchern, leeren Pergamenten und Schreibutensilien, um das heutige Protokoll zu führen.
Auf sie ist Verlass.
Die Neugeborene hat sich gut entwickelt, ganz den Vorstellungen von Hjotrta.
Nicht so wie diese unsägliche Paine.
Ein absolutes Fiasko, aber was will man auch von den Bretonen anderes erwarten?
Sie hätte es wissen müssen.
Diesen Fauxpas auch dem glatzköpfigen Vilrim anzulasten, wäre nicht gerechtfertigt.
Er hat bereits seinen halben rechten Arm her geben müssen ob seiner Inkompetenz bei der Suche nach einem neuen geeigneten Versteck.
Hjotrta ist gespannt, wie sich die Neue machen wird.
Eistla, eine Nord und gerade erst erwacht.
Sie wird sich persönlich ihrer annehmen, dann, wenn hier Ruhe einkehrt.



Die ersten Minuten vergehen so, als ob sich ein Jeder an der Tafel zunächst beäugt und gar belauert.
Bis Hjotra das Wort erhebt, die große Zusammenkunft der Vampire zu eröffnen.
"Meine Freunde! Ich will nun ohne Umschweife zum Punkt kommen. Ihr wisst, warum wir heute hier sind, wisst warum ich euch einlud."
Sie blickt kurz in die Runde und fährt sodann fort.
"Schon lange, noch in meiner Zeit im Kerker einer versteckten Eishöhle, keimte in mir der Gedanke an etwas Größeres. Wir sind schon seit Anbeginn unseres Daseins die, die von Lebenden gejagt werden, die sich verstecken. Die ihr Dasein verheimlichen oder sich unter den Lebenden einnisten, um unter ihnen zu wandeln, voller Angst ihre wahre Natur zu offenbaren. Und schon ewig streiten sich die Unseren untereinander um Macht, geifern nach mehr und bekämpfen oft gar einander, anstatt ihre Kräfte zu einen. Deswegen, meine Freunde, sind wir hier. Aus diesem Grund lud ich euch ein. Lasst uns einen Pakt schließen. Lasst uns unsere Macht einen, auf das wir geschlossen zu viel mehr fähig sind, als das wir es alleine wären. Lasst uns alten Streit beilegen, so es ihn gab."
Sie hält für einen Moment inne, blickt in die Runde und lächelt.
Dann fährt sie fort.
"Natürlich ist mir bewusst, dass ein Jeder hier in dieser Runde an sich denken mag. Man könnte vermuten, dass dies hier vielleicht gar ein Trick sein mag, ein Betrug. Aber ich kann euch versichern, euch mein Wort geben, dass ich absolut davon überzeugt bin, dass ein gemeinsamer Pakt - gezeichnet und geschlossen mit unserem Blute - ein neues Zeitalter einläuten wird...das Zeitalter der Vampire."



Die Vampire sind ruhig, sagen zunächst nichts.
Hjotrta ist nicht sonderlich überrascht.
Sie wollen erstmal hören, was sie zu sagen hat.
Lass erst die anderen reden, bevor man selbst die Deckung aufgibt, die Hosen herunter lässt.
Das ist nicht unklug.
Hjotrta nippt an ihrem mit Blut gefüllten Kelch und lässt ihren Blick von einem zum anderen schweifen.
Da ist die Sendrasa Dralas, die auch in ihren Kreisen Taipane gerufen wird, und mit der sie sich schon vorher heimlich traf, sie zu überzeugen das Portal zu stellen die Gäste hierher zu bringen.
Sie hat ihr Wort gehalten.
Gut, ein Punkt für sie.
Aber das alleine wird nicht reichen, ihr vollständiges Vertrauen zu gewinnen.
Sicher ist auch sie daran interessiert zu hören, was hier an dieser Tafel vorgetragen wird.
Neugierde treibt sie vielleicht an.
Oder ist es was anderes?
Hjotrta kann es noch nicht sehen.
Eine Vorliebe hat sie scheinbar für ihre lebende Sklavin, diese Velesea, die stets an ihrer Seite herum schwänzelt.
Was mag sie nur an ihr finden?
Hjotrta deutet es als Schwäche ab.
Diese schwache lebende Kreatur zittert schon den ganzen Abend und ihre ekelhafte Angst kann man förmlich riechen.
Dann gibt es den alten Verata, einen Einzelgänger aus Steinfälle, der gerade erst erwacht ist.
Er ist ein großes Rätsel, da man über seine Absichten so gar nichts zu deuten vermag.
Und er ist wohl die größte Überraschung, dass er in diesem Augenblick hier an dieser Tafel sitzt, war er doch zunächst bei Vilrims damaligen Besuch eher abweisend.
Er erscheint für Hjotrta wie ein alter Vampir, dessen Dickschädel so dick ist, wie sein Alter.
Man wird sehen.
Vaylon, der Vampir aus Deshaan, ist dafür auch nicht alleine gekommen.
Den Namen der Vampirin, die hinter ihm am Stuhl steht, hat sich Hjotrta nicht gemerkt.
Eine unwichtige Person, die keinen Schritt von ihrem Herrn weicht.
Vermutlich soll sie ihn beraten oder dient ihm für andere Gefälligkeiten.
Morgrayne, die etwas weiter hinten sitzt, ist indes alleine da.
Das passt zu ihr.
Eine Einzelgängerin, stets auf Reisen, so heißt es.
Sie scheint ein wenig verunsichert.
Ihre Augen, so nimmt es Hjotrta wahr, deuten an, dass sie sehr vorsichtig agiert, der ganzen Sache hier wohl so gar nicht trauend.
Hjotrta wird ihr die Unsicherheit nehmen, hier am Tisch oder abseits der anderen in den privaten Gemächern im oberen Stockwerk.



"Lasst uns nun beginnen, meine Freunde..."
Hjotrta durchbricht die kurzzeitige Stille und geht nun in die Offensive.
Sie weiß, dass es an ihr ist, Vorschläge auf den Tisch zu legen.
"Ich beginne nun. Einige Gedanken sind gemacht. Mehr Vorschläge natürlich.", spricht sie weiter.
"Die, die hier unterzeichnen, sollen einen Rat bilden. Den Rat des Blut-Paktes. Und nur der Rat soll an diesem Tisch sitzen dürfen."
Hjotrta nippt ein weiteres Mal an ihrem Kelch und spricht sodann weiter.
"Es soll einen Ratsvorsitz geben, der nicht anführt, aber Sitzungen leitet. Der Rat gesteht einander das gleiche Recht ein. Keiner ist mehr, keiner ist weniger. Kein Herr, keine Herrin. Eine Gemeinschaft."



Die Vampire hören zu, während Talide inzwischen doch sehr mit der Dralas beschäftigt zu sein scheint, um ihre besonderen, extravaganten Wünsche zu erfüllen.
"Der Rat soll versprechen einander zu helfen und dem zur Seite zu stehen, der Hilfe benötigt oder darum ersucht. Und er soll ebenso angehalten sein, etwaigen Handel untereinander zu fördern, und sich mit wichtigen Informationen zu versorgen. Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen. Bei Gleichheit der Stimmen wird der Antrag abgelehnt..."
Sie haut nun alles heraus, lässt den Gästen aber immer wieder Zeit über ihre Worte nachzudenken, als sich in diesem Moment Dralas erhebt und um das Wort bittet.
Hjotrta muss nun lächeln.
Es ist soweit.
Sie waren ruhig, bisher.

Aber jetzt haben die Verhandlungen begonnen...
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Fr Apr 28, 2017 11:26 am 710


- Kapitel 2 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Sehr weit oben irgendwo in den verschneiten Bergregionen von Ostmarsch in einer alten verlassenen Feste...


Hjotrta steht inmitten der großen Halle im Erdgeschoß der alten Feste und linst auf ihren Kelch, den sie soeben geleert hat.
Talide kommt auch schon heran, die sich als Bedienung der Gäste ganz gut macht.
Wortlos überreicht sie ihr den Kelch, diesen wieder zu füllen.
Die Halle füllt sich indes.
Die Fortführung der Verhandlungen stehen und Hjotrta ist schon jetzt gespannt, wie sie verlaufen mögen.
Von Verata, dem wohl ältesten Vampir in ihren Reihen, ist sie durchweg positiv überrascht.
Vilrim beschrieb ihn als ´schwierig´, gar unentschlossen mit dieser für die Blutsauger typisch misstrauischen Art.
Nach vielen Jahren ist er gerade erst erwacht und hat scheinbar ebenso wie Hjotrta verstanden, dass ein Blut Pakt genau das ist, was die Vampire stärken und in ein neues großes Zeitalter führen könnte.
"Ich hoffe, es ist alles in ihrem Sinne und es mangelt an nichts, geschätzter Verata.", spricht sie sodann und nippt an dem mit Blut gefüllten Kelch, den Talide ihr soeben wieder überreicht hat.
Der alte Vampir nickt und schenkt Hjotrta ein Lächeln.
Das ist gut, denkt sie sich.





Im Eingangsbereich erblickt sie nun Sendrasa Dralas, die scheinbar in der Zwischenzeit die Feste wohl wieder über ein Portal verlassen und nun an ihrer Seite eine ihr noch unbekannte Vampirin stehen hat, gefolgt von zwei Lebenden.
Hjotrta verengt für einen Moment ihre blutroten Augen, als sie die Lebenden erkennt, die sich doch sichtlich eingeschüchtert in der Halle umblicken.
Ein doch theatralischer Auftritt der Dralas, der durchaus zu ihrem Wesen passt.
Sie, die an der Tafel gerne das Wort erhebt.
Eine, die sich gerne reden hört.
Man wird sie im Auge behalten, wird sie sicher versuchen eine starke Position im Rat einnehmen, so der Pakt geschlossen wird.
Nun aber hat sie ihre Ankunft zu ihrer Bühne gemacht, den anderen Vampiren ein wenig frisches Blut zu präsentieren.
Ein geschickter Schachzug.
Voil wird, zusammen mit den Neugeborenen, beauftragt sich den ´besonderen Gästen´ anzunehmen, sodass Talide bald schon die Gäste versorgen kann.



Während ihr Ritter sich daran macht den Anweisungen Folge zu leisten fällt Hjotrtas Blick auf Morgrayne, die etwas abseits der anderen steht.
Schon bei dem ersten Treffen fiel sie ihr auf.
Sie hat etwas Interessantes.
Hjotrta geht auf sie zu und schenkt ihr ein Lächeln.
"Verehrte Morgrayne, habt Ihr einen Moment?"
Sie beäugt Hjotra zunächst mit einer Mischung aus Misstrauen und Unsicherheit, nickt ihr dann aber zu.
"Natürlich."
"Folgt mir doch."
Im Nebenraum, direkt neben der großen Halle gelegen und der wohl einst als Bibliothek diente, macht sich Hjotrta sodann daran sie etwas näher kennenzulernen.
"Ich hörte, Ihr verweilt ebenso nie lange an einem Ort."
Morgrayne wirkt ein wenig überrascht, nickt wieder.
"Das stimmt. Es ist sicherer."
"In der Tat. Wir, die Moldarks, tun dies auch. Schon immer. Die Nordleute gaben uns den Beinamen ´Die Toten Wanderer´. Sich allzu lange in nur einem Gebiet aufzuhalten, könnte viel Aufmerksamkeit erregen, zu viel Aufmerksamkeit."
Morgrayne stimmt ihr zu.
"Aber wir durchstreiften bisher stets die Nordlanden. Ich kann mir vorstellen eure Hilfe in Anspruch zu nehmen, würden wir die Grenzen in andere Landen überqueren wollen."
Eine etwas ´aufgeregte´ Luayl betritt sodann den Raum.
Ihr Blutdurst war geweckt beim Anblick der Lebenden, die die Dralas mit brachte.
Als Neugeborene hat sie es noch nicht vollends im Griff ihn zu kontrollieren.
"Es wird nun Zeit wieder an die Tafel zu gehen, die Verhandlungen fortzusetzen, liebe Morgrayne.", kommt es dann von Hjotrta, die Luayl im Rausgehen ein knappes Lächeln schenkt.
Sie versteht sie nur zu gut.

Deva Valacarya, sie lautet der Name der Vampirin, die nun an der Seite der Dralas an der Tafel Platz nimmt.
Wenn Sendrasa sie mit bringt und für sie bürgt, so will Hjotrta ihr ebenso das Vertrauen schenken, obgleich sie sie nicht kennt.
Die lebende Sklavin Velesea ist indes in der heutigen Nacht nicht dabei.
Hjotrta wird es Recht sein.
Lebende haben, wenn es nach ihr geht, nichts in diesen Hallen zu suchen, außer sie sorgen für frisches Blut.
Von dem her ist Sendras ´Geschenk´ sicher willkommen, wäre da nicht die Theatralik in ihrem Auftritt.
Natürlich ist das nur Hjotrtas subjektive Meinung.
Auch Vaylon ist nicht zugegen.
Dafür sitzt seine Begleiterin Victoria Draconis am Tisch, ihn zu vertreten.
Eine blinde Vampirin, von der Hjotrta noch gar keine Meinung hat.
Luayl hat sie wohl ein wenig besser kennengelernt.
Sie wird sie bei Gelegenheit zu ihr befragen.
"Meine Lieben, es ist nun soweit die Verhandlungen wieder aufzunehmen."
Hjotrta blickt in die Rund und nippt an ihrem Kelch, während Talide wieder um die Tafel geht zu sehen, ob alle versorgt sind.
Luayl hat indes ihren Platz am Tisch nebenan eingenommen, wieder das Protokoll zu führen.
Und Voil hat, wie immer, die Wachen unter seiner Kontrolle und sich auch Eistla angenommen, die ihre Wandlung erst kürzlich abgeschlossen hat.

Natürlich ist es Dralas, die als Erste das Wort ergriff, nachdem sich Deva Valacarya kurz vorgestellt hat.
Hjotrta wäre überrascht gewesen, wäre es nicht so gewesen.
Einander kennenlernen soll man sich.
Einander vorstellen, so ihr Vorschlag.
Nun, dann soll es so sein.
Inhaltlich war man sich wohl über die bereits besprochenen Punkte einig.
Und so erhob ich jeder Einzelne, um ein wenig über sich zu erzählen.
Richtig kennen wird man sich erst zu späteren Zeiten oder vielleicht sogar gar nie richtig.
Und wer will schon wissen, ob alles, was hier am Tisch erzählt wird, gänzlich der Wahrheit entspricht?
Die eine oder andere Kleinigkeit kann da auch schon mal schnell ein wenig unter den Tisch fallen.
Hjotrta aber ist willig sich den Wünschen der Anderen zu beugen.
Ein Pakt zu fordern bedeutet auch sich unterzuordnen, gleichwohl man geschickt eigene Vorteile aus eben einer solchen Gemeinschaft wird ziehen können, wenn man sich recht positioniert.
Zum Ende ist es dann auch an ihr, noch ein wenig über die Moldarks zu sprechen.
Hjotrta tut dies gerne, will den anderen zeigen, dass sie schon bald zu alter Stärke wieder wachsen werden.



Und so ist man sich dann doch einig.
Morgrayne ist gewohnt zurückhaltend, aber das ist ihre Art.
Das muss man nicht zwangsläufig in Frage stellen und hat auch ihr Gutes.
Verata ist der, der wohl dem Ganzen positiv gegenüber steht, obwohl er der Ältste ist.
Eine Überraschung, wie Hjotrta findet.
Sie wird sich auch mit ihm mal unter vier Augen treffen wollen.
Sein überaus großes Anwesen in Steinfälle könnte da ebenso nützlich sein, wie seine Erfahrung und sein Einfluss.
Die blinde Victoria Draconis nickt es ebenfalls ab.
Scheinbar hat sie den Auftrag von Vaylon erhalten mit ´Ja´ zu stimmen, sollte es soweit sein.
Hjotrta wird zeitnah jemanden darauf ansetzen heraus zu finden, ob die Draconis wirklich blind ist.
Und auch die Neue, Deva Valacarya, stimmt für ´Ja´.
Gut, die Dralas ist eine geborene Rednerin, die es nicht nur gewohnt ist, sondern scheinbar auch mag, aber sie ist auch dafür und so kann sich Hjotrta dann doch zurücklehnen.

Der Blut Pakt scheint beschlossen...es kann nun beginnen.
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Do Sep 28, 2017 11:35 am 867


- Kapitel 3 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Sehr weit oben irgendwo in den verschneiten Bergregionen von Ostmarsch in einer alten verlassenen Feste...


Hjotrta steht in dem dunklen Raum, der an der großen Halle grenzt und wohl einst als Arbeitszimmer genutzt wurde.
Es brennt kein Feuer, das Innere der Feste zu erhellen, die den Vampiren seit geraumer Zeit als Versteck dient.
Inzwischen kann man sagen, dass diese verlassene Feste, weit oben in den verschneiten Bergen von Ostmarsch, weitaus mehr ist als ein Versteck.
Es ist vielmehr eine zentrale Basis für die Vampire, die sich vorgenommen haben gemeinsam etwas ´Großem´ beizuwohnen, teilzuhaben an einem Zusammenschluss mit nur einem Ziel: die absolute Herrschaft über die Lebenden.

So zumindest könnte man die Gedanken beschreiben, die der Herrin und Anführerin des Moldark-Clans durch den Kopf gehen könnten, als sie so da steht, inmitten dieses dunklen Raumes.
Ihr Arme sind vor der Brust verschränkt und ihre toten Augen fixieren die beschriebenen Pergamentseiten, die vor ihr auf dem großen Tisch liegen.
Es ist das Protokoll des Blut-Paktes, gefertigt von Luayl, ihrer getreuen ´Tochter´.
Nein, es ist sogar mehr als das.
Ein Protokoll, und ein Vertrag.
Ein Vertrag, den Pakt mit einem Blutzeichen zu besiegeln.
Alle ´Gesetze´ des Paktes sind dort nieder geschrieben.
Hjotrta nickt zufrieden, als in diesem Moment Luayl den Raum betritt und ein leises <Herrin> flüstert.

Luayl ist scheinbar ihr Liebling.
Eifersüchteleien gehören fast schon zum guten Ton unter den Blutsaugern und so würde es nicht überraschen, würde zum Beispiel der glatzköpfige Vilrim dieser Umstand gar nicht gut heißen.
Hjotrta weiß darum, und es stört sie nicht.
Warum auch?
Eine Herrin macht was sie will und lässt sich schon mal gar nicht von irgendwelchen Gefühlsduseleien leiten, die die erbärmlichen Lebenden so eifrig ausleben.
Eine der Schwächen, die man stets für sich nutzen sollte.

Die Clanführerin mustert Luayl und schenkt ihr ein Lächeln.
"Ich nehme an, Du hast alles erledigt, so, wie ich es Dir auftrug?", will sie dann von ihrem ´Kind´ wissen.
Luayl nickt.
"Die Raben sind auf dem Weg. Der für Deva Valacarya bereits etwas früher. So, wie Ihr es mir sagtet."
"Ja, so ist es gut."
Hjotrta scheint zufrieden und dreht sich weg, den Blick wieder zu dem großen Tisch mit dem Paktvetrag gerichtet.
"Erst hole ich mir diesen Viktor und dann richten wir all unsere Aufmerksamkeit auf den Pakt. Alles kommt so, wie ich es geplant habe. Ja...", spricht sie leise zu sich selbst.
Luayl nickt wortlos.
"Du kannst gehen, mein Kind. Sage mir, wenn Deva Valacarya eintrifft und bring sie umgehend zu mir."
Ein weiteres Nicken, gar eine angedeutete Verbeugung, dann wird der Raum auch schon wieder verlassen.

Wenn sie erst alle unterzeichnet haben, werden sie Pläne schmieden.
Sie scheint voller Überzeugung.
Der Pakt, so sie es schafft das die Vampire sich nicht selbst töten, wird mächtiger werden, als es sich die Lebenden jemals ausmalen würden.
Lasst sie sich ruhig selbst bekämpfen, um diesen lächerlichen Thron in Cyrodiil.
Es wird sie blind machen für das, was sich hier in dieser verschneiten Feste aufbaut.

Hjotrta nickt abermals und verlässt ebenso den Raum.
Nun muss sie warten, das sie kommen ihr Blutzeichen auf den Vertrag zu setzen...
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Mo Okt 16, 2017 3:03 pm 941


- Kapitel 3 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Ostmarsch, weit oben in den verschneiten Bergregionen. In der Feste der Vampire...



Es ist dunkel und kalt.

Die heutige Nacht ist zudem geprägt von sehr starkem Wind, der fast schon einem Sturm gleicht und einem von Westen über die hohen Bergketten kommend um die Ohren pfeift.
Der heftige Wind bringt zudem noch einmal ordentlich kalte Luft heran, sodass es, würde das Leben in einem sein, zusätzlich einer sehr unangenehmen Kälte ausgesetzt wäre.
Es schneit aber ausnahmsweise mal nicht.

Innerhalb der einsamen Feste, die hoch oben in den verschneiten Bergen von Ostmarsch liegt, und die einigen Vampiren als Unterschlupf dient, hört man durch die schmalen Mauerritzen und im Dachgebälk das Pfeifen des Windes, der sich seinen Weg durch die dunklen Gänge sucht und der düsteren Szenerie mit einem eigenen kleinen ´Pfeifkonzert´ ein ´Ständchen´ bringt.

Ansonsten ist es gewohnt ruhig innerhalb der alten, aber massiven Mauern.
Eine kleine Flamme in einem offenen Kamin, im Bereich wo einige Käfige aufgestellt sind, lässt den Raum in ein Spiel zwischen Licht und Schatten tauchen, während die Holzscheite leise knistern.

Es sind zwei Käfige.
In dem einem, dem kleineren, kauert schon seit einigen Nächten ein Nordmann in einer Ecke und ist sichtlich geschwächt.
Es scheint als wäre er mehr tot als lebend, aber sein Herz schlägt...noch.
Sein Äußeres ist denkbar ungepflegt, seine schulterlangen Haare dreckig und strähnig.
Die Augen sind geschlossen, sein Atem gleichmäßig.
Ab und an muss er husten.
Man möchte sich fast fragen, welche Gedanken diesen entkräfteten Nord durch seinen Kopf gehen mögen, wenn man bedenkt, in welcher Situation er sich befindet,... wohl als Gefangener der Vampire.
Vermutlich keine geordneten, sähe man seinen derzeitigen Zustand.
Aber noch lebt er, Viktor Brerodsson, Sohn des Brerod.

Nicht unweit der Szenerie um Viktor sitzt in der großen Halle Hjotrta am Kopfende der großen Tafel des Blutpaktes und fixiert aus ihren blutroten Augen Tyrael Eisenherz, wie dieser sich den Paktvertrag durch liest.
Ihr Arme ruhen auf den Lehnen des kleinen steinernen Stuhles, während die knochigen Finger ihrer Rechten beginnen darauf zu tippeln.
Zu ihrer Linken sitzt Morgrayne Dunkelherz, hat sich in ihrem Stuhl zurück gelehnt, die Arme vor der Brust verschränkt und ihre Augen ebenso auf Eisenherz gelenkt.

Tyrael Eisenherz ist ein alter Vampir der Cyrodiil Blutlinie und seit einigen Nächten Gast in der Feste.
Vielleicht war es Schicksal oder einfach nur Zufall, dass die reine Neugierde diesen alten Vampir dazu trieb, einen der Moldarks zu verfolgen, den er schon in Rift zu Gesicht bekam.
Eigentlich müsste Hjotrta wütend sein, dass es so leicht war Hajruddin zu folgen, aber nun scheint es, als würde der Blutpakt einen neuen Vampir im Rat begrüßen.
Ihre Finger tippeln weiter, während sie Eisenherz bei seinem Tun mustert.
Sie tut dies oft, wohl ohne es zu merken.

Schon Stunden haben Dunkelherz und Hjotrta mit Tyrael Eisenherz an dieser Tafel gesessen und mit ihm gesprochen.
Der Vertrag des Rates sieht es vor, dass die Mehrheit für eine Aufnahme eines neuen Kandidaten stimmen muss, so er als geeignet und von Nutzen für den Pakt angesehen wird.
Dies zu prüfen bedarf eingehender Gespräche.
Zuvor war es Matthieu Dubois, ein Getreuer der Deva Valacarya, der für seine Herrin den Platz an der Tafel einnahm und seine Stimme für den Kaiserlichen gab.
Hjotrta war ebenso dafür, gerade auch, da wohl der Vampir aus Deshaan, Vaylon Le´ Draoulec, scheinbar verschwunden ist und man munkelt, es gäbe ihn nicht mehr.
Tyrael könnte seinen Platz einnehmen, auf das der Rat weiter wächst.
So war es jetzt an Morgrayne Dunkelherz sich Eisenherz anzusehen, sich eine Meinung zu bilden und zu entscheiden, was sie von ihm hält.
Würde sie für ihn stimmen, so wäre es beschlossen.
Sendrasa Dralas und der Volkihar Verata waren derzeit unabkömmlich.
Das Finger-tippeln stoppt jäh, als Tyrael Eisenherz in diesem Moment aufschaut und nickt.

Hjotrta ist froh, das Dunkelherz sich für Eisenherz entschied, als dieser in diesem Moment sein Blutzeichen auf den Vertrag setzt und den Pakt besiegelt.
Nicht das sie ihm mehr traut, als es Morgrayne tut.
Im Moment ist es ihr wichtig, dass der Rat wächst und an Stärke gewinnt.
Etwaige Schwächlinge oder in der Not zu schnell getroffene Fehlentscheidungen können ja noch zu einem späteren Zeitpunkt korrigiert werden.
Sie lugt auf das Zeichen des Cyrodill Vampirs und nickt zufrieden.
Er soll sich, das war eine Bedingung von Dunkelherz, aber noch bewähren und so wird er zunächst, auf Wunsch von Hjotrta, mit der Moldark-Familie ziehen, diese zu begleiten, wenn sie alsbald auf Jagd gehen.

Als Eisenherz sich wieder in sein Zimmer zurück zieht und Dunkelherz sich auf macht weiter zu ziehen, bleibt Hjotrta alleine zurück.
In ihren Händen hält sie den Vertrag des Blutpaktes.

Bald schon wird ihre Zeit kommen, denkt sie sich.

Bald schon...
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Fr Okt 27, 2017 11:47 am 993


- Kapitel 3 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Ostmarsch, weit oben in den verschneiten Bergregionen. In der Feste der Vampire...


Noch ein kurzer Blick auf den Paktvertrag, dann wird er zusammengerollt.
Hjotrta könnte durchaus zufrieden sein.
Zu einem Grad ist sie das auch.
Sie hat es geschafft, was es zuvor nie gab.
Eine Gruppe von Vampiren zu einen, die teils unterschiedlicher kaum sein können.
Ein Blutzeichen auf einem Pergament bedeutet natürlich nicht, dass es ein Selbstläufer wird und die Ratsmitglieder nun auf ewig in Freundschaft verbunden sind.
So etwas wie Freundschaft ist gar ein Begriff, der wohl mit dem Ablegen des irdischen Lebens und dem Eintauchen in die so faszinierende Welt der Nacht, kaum eine Daseinsberechtigung haben mag.
Man könnte wohl eher Begriffe wie nutzbringend und ertragreich nennen, maximal so etwas wie Respekt.
Wobei Respekt auch wieder Auslegungssache sein mag.
Respekt vor dem Tun des Anderen oder vor dessen Stärke, auf das man es sich zweimal überlegt etwas zu tun, was einem Ärger einbringen könnte.
Denn trotz das Vampire grundsätzlich nicht mehr sterben und theoretisch ewig leben, so hängen sie doch bisweilen an ihrem Dasein, das sie durch unbedachte Taten nicht so einfach weg werfen wollen.
So war die Tat, die Vampire zu einem Blutpakt zu einen schon bemerkenswert und gar bisher einmalig, aber die Zeit wird zeigen, ob sie dann auch alle an einem Strang ziehen, wenn es soweit ist Taten sprechen zu lassen, als nur an einem Tisch zu reden.

Mit diesen Gedanken wendet sich die Herrin des Moldark - Clans ab und schreitet durch das Arbeitszimmer gen große Halle.
Ein schneller Blick noch zu dem kleinen Tisch, an dem Hajruddin bisher daran arbeitete Karten für sie zu erstellen, dann verlässt sie den Raum.
Kaum ist sie in der großen Halle, da stoppt sie jäh.
Ihre blutroten Augen fixieren den Fürsten der Nekropole Veratum, den sie alle nur Verata nennen, und der sich wohl lautlos in die große Halle begeben hat.
Eine lange Zeit war nicht da.
Es hieß, er war unterwegs, wichtige Dinge zu erledigen.
Hjotrta war für einen Moment etwas in Sorge, er würde nicht mehr auftauchen.
Nicht, das sie dachte, er würde sein gegebenes Wort nicht halten, was er mit seinem Blutzeichen auf dem Paktvertrag besiegelte, sondern weil es selbst bei so einem alten und mächtigen Volkihar vorkommen kann, dass es ihn mal erwischen könnte.
Freilich ein wohl törichter Gedanke.
Jemand, den es schon so lange gibt, wird wissen wie es geht sein Dasein nicht zu gefährden.
Und doch soll es die geben, die mit der Zeit unvorsichtiger werden.
Weil es eben immer gut ging.

Nun steht er also vor ihr und beäugt sie mit einem emotionslosen Blick, die Hände wie so oft auf dem Rücken verschränkt.
Hjotrta hält den Paktvertrag weiterhin zusammengerollt in ihrer Rechten als sie ihm sodann ein Lächeln schenkt.
Eine kurze angedeutete Verbeugung, vielleicht auch nur ein Nicken zu Begrüßung, dann spricht sie.
"Es ist lange her. Gut, dass Ihr wieder da seid."
Der Volkihar nickt nur und grinst.
"Und Ihr kommt gerade Recht. Ich möchte Euch jemanden vorstellen."
Verata scheint für den Augenblick interessiert.
"Ein neues Ratsmitglied. Einer aus Cyrodiil. Einer, der sich noch bewähren soll."
"Interessant.", kommt es nur knapp zurück.
"Tyrael Eisenherz nennt er sich. Ein ehemaliger Kaiserlicher. Er ist unser Gast hier in der Feste und Ihr müsst ihn kennenlernen. Eure Meinung ist mir sehr wichtig."
Hjotrta blickt dem Volkihar ruhig an, abwartend auf seine Reaktion.
Er nickt nur wieder knapp, ehe er dann spricht.

"So lasst ihn holen."
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BeitragThema: Re: [Vampir Projekt] Der Blut Pakt   Fr Nov 17, 2017 10:18 am 1102


- Kapitel 3 -

Wir schreiben das Jahr 585 der Ära.
Weit oben in den verschneiten Bergregionen von Ostmarsch, in der Feste der Vampire...


In Gedanken muss Hjotra, die Clanführerin der Moldarks grinsen.
Verata ließ es sich nicht nehmen ein eingehendes Gespräch unter vier Augen mit dem Vampir aus Cyrodiil zu führen, mit Tyrael Eisenherz.
Und als hätte sie es geahnt, schlug er vor, ihn doch noch einer kleinen ´Prüfung´ zu unterziehen.
Einer Prüfung, so wie er es verstand und im Sinn hat.
Man wird sehen, ob es dazu kommt.
Der ehemalige Kaiserliche hat sich in den letzten Nächten rar gemacht.

Indes hat Verata sein ´Schoßhündchen´ Raviel vorgestellt.
Ein gar Düsterer ihrer Zunft, der noch weniger als notwendig spricht als es Sinalfin tut.
Aber er scheint stark zu sein.
Und so nickt Hjotrta innerlich und voller Zufriedenheit ob des Handels, den sie mit Verata einging, Raviel für die nächste Jagd zu gewinnen, im Tausch gegen Talide.
Sie wird gespannt sein, was er mit ihr anstellen wird.

Nun aber wird es Zeit die Raben los zu lassen.
Luayl hat sie aufgetragen Schreiben zu fertigen und auf die Reise zu schicken.
Ja, sie sollen ganz Tamriel heimsuchen, Ausschau halten nach Kindern, Jäger und Krieger der Nacht.
Sie weiß, dass sie überall verstreut sind.
Sie müssen nur informiert werden, dass der Blutpakt besiegelt ist und die Vampire auf dem Vormarsch sind.
Sicher werden sie nicht zögern sich ihnen anzuschließen.



Hjotrta schenkt Luayl ein knappes Nicken, als diese voller Eifer an den Schreiben sitzt.
Sie soll hier in der Feste verbleiben.
Zusammen mit Vilrim, der über sie und die Feste wachen wird.
So will sie es, und so wird geschehen.
Die Anführerin der Moldarks schenkt Luayl noch einen letzten Blick, ehe sie verschwindet und sieht, wie diese soeben die in Blut getunkte Feder zur Seite legt.

Die Schreiben sind fertig.
Nun wird es Zeit.

Zeit für die Raben...

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