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 [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore

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Spiffypurse
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BeitragThema: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   So Sep 17, 2017 1:31 pm 836

Hallo liebe Vampir-Rollenspieler, lieber Besucher, Gäste und Leser!

Ich habe mir heute, während ich eine PM schrieb, überlegt, ob es nicht sinnig wäre hier in diesem noch recht ruhigen Forenbereich einen Thread zu starten in dem man offen, auch mit Gästen und Interessenten, über die so heikle Vampir-Lore plaudern und diskutieren kann.

Ich glaube, er ist hier sogar besser aufgehoben als z.Bsp. im ESO-RP-Forum, da ich davon ausgehe, dass sich hier eben eher interessierte Vampir-RPler verirren als nur die, die schon mal von vornerein eher negativ den blutsaugenden Nachteulen gegenüber stehen.

Unabhängig davon, wie dieser Thread hier überhaupt genutzt werden wird, möchte ich aber darauf hinweisen, dass mir bei aller Liebe zur Diskussion der sachliche & respektvolle Umgang hier sehr wichtig ist.
Man kann, und soll, verschiedene Meinungen haben, die man durchaus äußern soll. Aber deswegen muss man sich nicht im Ton vergreifen.
Daher behalte ich es mir vor, hier als Moderator einzugreifen, sollte es mal aus dem Ruder laufen Very Happy
Aber vielleicht schreibt hier ja kaum jemand, wer weiß das schon... Smile

In diesem Sinne wünsche ich viel spaß beim Diskutieren und Plaudern!

Euer Spiffy Cool


PS: Von Gästen, also von denen, die hier nicht registriert sind - und es auch nicht wollen - möchte ich gerne, dass sie ihren Namen spätestens am Ende ihres Beitrages nennen, sodass man nicht Angst haben muss, dass hier Spieler/innen anonym die Diskussionskeule schwingen. Ich hoffe, man hat Verständnis dafür.
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Toxem2
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Do Sep 21, 2017 11:45 am 846

Was ist denn eure Meinung zu den zwei Vampir NPC, die relativ offen in der Stadt rumsteht.

Einer mit Turban am Hafen

und der andere in einer Gasse.


(Werde nachher noch Bilder von den beiden hinzufügen)
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Skillet-Bro

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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Do Sep 21, 2017 1:58 pm 847

Nun ich denke das solche Vampire sich bei solchen Ortschaften sicher erst intensiv bemühen mussten, um von den Bewohnern geduldet zu werden. Sicher würde es immer wieder zu Schwierigkeiten mit Fremden kommen, die dann zuerst nach der Waffe greifen würden, wenn sie einen Vampir sehen. So öffentlich halte ich es für sehr kritisch und im RP auch nicht umsetzbar.

Für mich persönlich finde ich es interessant, dass auch Vampire in der Diebesgilde zu finden sind. Da ich selbst ja ein solches Projekt leite habe ich mir darüber auch schon intensiv Gedanken gemacht. Zuerst habe ich den Gedanken von Vampiren direkt verneint. Sicher auch, weil ich um die Reputation meines Projekts gefürchtet habe. Mittlerweile würde ich es auf den Vampir selbst ankommen lassen. Solange der Charakter, wie ich es im Forum schon beschrieb, nicht mörderisch veranlagt ist und auf Berufung dieses Vampirs in der Diebesgilde würde ich es sogar auf den Versuch ankommen lassen.
Wenn so ein Vampir aber die Gruppe mit seinen Fähigkeiten sprengt, weil er einfach zu mächtig ist wäre so etwas kontraproduktiv. Abgesehen davon ist dann die Zusammenarbeit mit anderen Projekten auch noch ein Thema und allgemein zeigt sich mir ja eher ein Bild auf, dass Vampire abgelehnt werden.
Das bedarf Absprachen und im Zweifel eben auch die Ausgrenzung dieses Charakters bei speziellen Plots.

Alles nicht so leicht. Hier noch mein Fund als Bild:
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Spiffypurse
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Do Sep 21, 2017 6:50 pm 848

Ich muss ja gestehen, dass ich erst kürzlich mal begann mit einem Charakter des Bündnisses dort die Quests durchzuspielen. Bisher waren es für mich immer nur die Nordlande, also Nord-Charaktere.

Ich bin ehrlich: ich bin total erschrocken, wie dort mit den Vampiren "umgegangen" wird.
Jetzt wundert es mich auch nicht, dass so manches "seltsames" Konzept bespielt wird und man sich auf die Lore bezieht.
Da spielt man quasi Seite an Seite mit Vampiren eine komplette Questreihe, um das Land & den König vor dem Bösen zu bewahren.
Da platzt man in ein Mahl, wo sich ein Diener gerade hat anzapfen lassen, zum Wohle der Vampire.
Da trifft man auf Khajiit, die erklären: Nicht jeder Vampir ist böse...

Natürlich kann ich das nicht leugnen und ein Jeder, der das auch so IC bespielen möchte, könnte genau auf all diese Dinge verweisen, aber meins ist das nicht.
Ganz im Gegenteil: ich lehne es sogar ab, auch wenn es das Spiel vorgibt.

Wie Skillet-Bro es schon schrieb sind alle die Konzepte, die den "netten Vampir von nebenan" bespielen, oft nicht gerne gesehen in der Community und oft sehr "Streit-gefährdet". Das regelmäßige Spiel unter den Lebenden, als wäre man einer von ihnen, birgt so viel Zündstoff, dass es die meisten daher lieber meiden.

Mir ist nach wie vor nicht klar, warum man sich überhaupt einen Vampircharakter erstellt, wenn man dann nur unter den Lebenden spielen möchte?
Warum dann nicht gleich einen ´normalen´ Charakter?

Warum nicht einfach einen "einfachen" Vampir spielen, der das macht, was sie eben so machen: Lebende jagen, ihr Blut trinken, sie wandeln und die eigene Macht stärken?

Um es auf den Punkt zu bringen, Toxem: ich würde diese NPC quasi nicht in mein RP einfließen lassen.
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Toxem



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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Fr Sep 22, 2017 12:05 pm 849

Nicht nur in DB,

Es gibt auch eine Quest in AD mit freundlichen Vampiren.

Aber nicht nur in TESO gibt es die freundlichen kooperativen Vampire von neben an,

in Oblivion gab es den einen Baron, welcher von seinen Ratsmitgliedern versteckt gehalten wurde und in Skyrim bei den Vampire DLC gab es auch eine Vampire Begleiterin.

Vielleicht ist ja das die Lore Wink Egal ob es einen direkt passt oder nicht. Ist es an uns, uns hinzustellen und zu sagen die Lorequelle hat da was falsch gemacht?

Solche Char Konzepte werden meiner Erfahrung nach, dann auch von Twilight, Vampire knight und etc.

Die Zielgruppe solcher Werke sind ja bekanntlich recht junge Frauen. Demzufolge ist davon ist meiner Meinung nach und meinen Erfahrungen nach, meistens so dass Vampire, die eindeutig von diesen Werken inspiriert sind, meistens auch von dieser Zielgruppe bespielt wird.

Dem zu folge bin ich der Meinung, dass sich diese Art der Vampire so unbeliebt gestaltet hat, weil einige Spieler schlechte Erfahrungen damit gemacht haben, weil es sich um junge und meist unerfahren Personen handelt, die einen solchen „freundlichen“ Vampire bespielen. Wodurch dieser schlechte Ruf sich aufgebaut haben könnte.

Und Vampire werden als Char Konzept oft sofort verteufelt, als wären sie so viel schlimmer als:

Die 1.98 m großen grimmigen Männer mit den Baumstammdicken Oberarmen, die alles was Brüste hat anmacht

Diverse Hollywood-Vikings-Nords, die in dicker Plattenrüstung voll bewaffnet immer rum laufen, Experte für Geschichte sind und vielleicht noch insgeheim ein Werwolf sind und es mit fünf Gegner auf einmal aufnehmen können.

Diverse Söldnergruppenanführer, mit ihren unendlichen Geldmengen und 100 NPC Söldnerkameraden.

Die Herzoge und Fürsten die sich so gerne unter das einfache Volk mischen.

Superschurken mit ihrer eigenen Mafia angeben und ihren unendlichen Geldmengen

Super-Assassinen die Faustschlägen mit Rückwertssaltos ausweichen

Gibt da sicher noch welche die ich nicht genannt habe, aber vielen von uns bekannt sind Very Happy

Hinsichtlich des Kräfteverhältnis, wo ich schon oft gehört hat: „OMG diese OP Vampire“, das Kräfte Verhältnis eines Chars zu finden, ist in meinen Augen mit Abstand das schwierigste an einen Char Konzept.

Den Mittelweg zwischen mein Char ist so schwach, dass er nutzlos ist und so „OP-das er die Gruppe sprengt“ zu finden ist verdammt schwer und vorher zu finden, sehr schwer.

*hust* Abgesehen von Leuten die auf sowas komplett pfeifen und ihren Char hemmungslos stark machen, mit fünf versteckten Geheimpower, um ihn im Notfall noch stärker zu gestalten. Damit er immer garantiert überall und immer in Mittelpunkt steht und Zentrum der Aufmerksamkeit ist.

Ich persönlich finde den Hass gegen diese freundlichen Vampiren ungerechtfertigt. Und ich hatte schon mit mehr als einen in dieser Richtung zu tun und kann mit Sicherheit sagen, es gibt für Gruppen viel gefährlicher, abwegigere und lästigere Konzepte als einen freundlichen Vampir.


Mfg

Toxem
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Skillet-Bro

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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Fr Sep 22, 2017 12:23 pm 850

Da hast du natürlich recht Toxem. Es bleibt nicht allein auf dem Vampir-Konzept beruhen, das den Bogen gern überspannt. Meine persönlichen Erfahrungen gehen auch eher von deinen benannten anderen Charakteren aus. Besonders die Leute, die ihre Charaktere unfehlbar gestalten, was meiner Meinung nach einfach nur langweilig ist (abgesehen von unglaubwürdig).

In TESO hab ich noch gar kein Vampir-RP bisher erlebt, was sich ja nach Planung bald ändern wird. Ich kenne nur Vampire aus anderen Spielen, wo es schon allein kritisch war einen Vampir zu bespielen, weil es so etwas in der Lore nicht gibt. Da wurden sich aus 'Bausteinen' der Lore dann ein vampirähnliches Wesen zusammen gesetzt, das dann im Grunde wie der Vampir war, wie wir ihn eben so kennen.

Ich könnte jetzt auch ausholen und über diese anderen Rollen fern ab von Vampiren sprechen, aber das würde hier sicher das Thema verfehlen. Trotzdem muss ich wirklich zustimmen, dass ich schon weit mehr super Assassinen gesehen habe, die allem ausweichen, schwer gerüstete Krieger, die meilenweit laufen uuuund sogar schwimmen können in ihrem Zeug etc. pp..
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Spiffypurse
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Fr Sep 22, 2017 1:47 pm 851

Wie ich ja schon schrieb: die Lore in ESO gibt es ja vor (alles, was man im Game findet, ist für mich auch Lore, unabhängig von anderen weiteren Quellen) und von dem her könnte, und kann, man es auch ausspielen.

Ich persönlich mag es nur überhaupt nicht und zitiere mich da nochmal selbst:
Spiffy schrieb:
Mir ist nach wie vor nicht klar, warum man sich überhaupt einen Vampircharakter erstellt, wenn man dann nur unter den Lebenden spielen möchte?
Warum dann nicht gleich einen ´normalen´ Charakter?

Man möchte irgendwie gefühlt immer öfter diese "Ausnahmen" bespielen, eben weil man sonst wohl Angst hat kein RP zu finden.
Ich selbst hatte bisher bei Moldark (wir spielten noch nie mit Lebenden bisher) noch immer tolles RP außerhalb der normalen Charaktere gehabt. Eben in unseren Reihen unter den Vampiren, so wie es andere RP-Gruppierungen wie z.Bsp. der Bärenbanner ja auch oft tun.

Und was die anderen OP-Charaktere angeht, die Toxem genannt hat: ja, da hat er natürlich absolut Recht, sei es nun der Super-Magier oder Mega-Assassine. Da gibt es so viele negative Beispiele wie Sand am Meer...

Am Ende ist es eben auch wieder so, dass ein Jeder die Art RP finden muss, die ihm zusagt. Das gilt auch für die RP-Partner. Die Chemie sollte stimmen, die Fähigkeit für Kompromisse gegeben sein.

Die AD-Quests habe ich übrigens noch nicht gespielt, Toxem. Irgendwann werde ich das auch nachholen. Very Happy
Im EP agiert man kurzweilig ja auch mit nem Vampir zusammen. Fand ich auch schon seltsam.
Bei allen DB-Quests, wo man am Ende entscheiden konnte, ob der Vampir stirbt oder leben soll, habe ich sie immer sterben lassen Very Happy
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Toxem



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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Fr Sep 22, 2017 2:01 pm 852

Spiffy schrieb:
Mir ist nach wie vor nicht klar, warum man sich überhaupt einen Vampircharakter erstellt, wenn man dann nur unter den Lebenden spielen möchte?
Warum dann nicht gleich einen ´normalen´ Charakter?


Ich denke, dass musst du die Leute fragen, die sich diesen Char erstellt haben. Sie haben ja schließlich vorstellungen, entwerfen ein Charkonzept und dann gehört für sie dazu, dass der Char ein Vamp ist.
Oder besser gesagt, sie spielen es, weil sie es wollen Very Happy

Und wenn es nur ist, weil sie Vampire mögen
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Spiffypurse
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Fr Sep 22, 2017 2:42 pm 853

Meine Vermutung ist da ja folgendes Rezept:

Man nehme einen Charakter, der zusammen spannend, geheimnisvoll, sexy, anziehend, traurig wirkt (Vampir) und kombiniere es mit dem Wunsch nicht alleine RPn zu wollen.

Heraus kommen Vampir-Charaktere, die

a) sich stets unter den Lebenden aufhalten und sich so geben wie sie (in der Taverne, auf dem Markt, Seite an Seite im Kampfe etc.), alles natürlich unerkannt.

b) sich als "nette" Vampire outen, wenn sie denn erkannt werden, die sich mit ihrem Dasein ja nie haben anfreunden können (um ja weiter mit den Leuten RP zu können).

Das ist jetzt natürlich etwas überspitzt dargestellt. Ich hoffe, es fühlt sich keiner dadurch angegriffen.
Ich mag es eben nur nicht, obwohl ich ebenso Vampire gut finde. Sonst würde ich sie ja nicht bespielen  Very Happy

Sicher gibt es auch solche Ausnahmen. Aber eine Ausnahme ist für mich so etwas wie einer von tausend.
Wenn aber jeder zweite eine dieser Ausnahmen bespielt, wird das ja eher zur Normalität.
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Fr Sep 22, 2017 7:00 pm 855

Hm, Morgrayne gehört auch eher zur Fraktion "freundlicher Vampir", der lieber nem streunenden Banditen den Kopf abbeißt - je nach mentalem Zustand und aus einem wissensdurstigen/machthungrigen Magier heraus entstand. Hatte mich eine Weile mit ihr in der englischen Comm herumgetrieben. Es gab nie irgendwelche offene Kritik oder dergleichen, ich glaub aber, ich war auch nicht wirklich auf dem Radar, da sie eher auf Reisen und eine Art unabhängiger Mitarbeiter war.

Es waren eher flüchtige Besuche in der Magiergilde mit irgendeinem Zweck (Wissensmehrung, Informationssammlung bei öffentlichen Veranstaltungen). Ich wär nie soweit gegangen, dass ich in eine Taverne zum Kontakteknüpfen gegangen wäre, schon gar nicht ohne, dass sie sich vorher genährt hätte. Gut, es gab mal einen "Geschichtsabend", bei dem gelauscht wurde, wo dann Vampirjäger auftauchten und es kritisch wurde, aber das gehört dazu. Die Konsequenz des Ganzen. Es kommt auch immer drauf an, inwieweit eine Blutlinie noch glaubwürdig im Setting wirkt vielleicht.

Warum habe ich einen Vampir erstellt und bespiele diesen? Twilight ist bei mir ein Hassthema, das ist es also nicht. Aber ich mag das Vampirthema, insbesondere das Psychologische und mit nem Vampir (allgemein gesprochen) kenn ich mich irgendwie besser aus als mit dem Alltag eines Bäckers, Jägers, Holzfällers und schon gar nicht eines Händlers. ^^"

Aber es stimmt schon, es zieht sich durch die letzten beiden Spiele durch, dass es Vampire gab, die direkt unter den Lebenden wandelten (nicht zwangsläufig freundlich) z. B. Sybille Stentor am Hof von Einsamkeit in Skyrim, wo es auch dieses EN-Video gibt, das ihre möglichen Beweggründe analysiert (Spoiler). Oder die cyrodiilischen Vampire (TES IV:Oblivion), bis es die Leute bemerkt und denjenigen dann gelyncht oder vertrieben haben, FALLS der fliehen konnte. Gipfelte das nicht sogar soweit, dass in Bruma fast ein Unschuldiger umgebracht wurde, wenn ich mich recht erinnere? Ähnlich einer Hexenjagd.

Es gibt einfach so viele Blutlinien, dass man nicht weiß, wie viel Arten von Vampiren unerkannt unter den Lebenden wandeln. Natürlich seh ich aber auch die Gefahr: es gibt zu viele und es sind mehr Vampire als Lebende; damit würden sie sich ja selbst ausrotten und das wäre wiederum unrealistisch. Nicht umsonst gab es bei den WhiteWolf-Vampiren die Masquerade mit den Vorschriften, dass jeder nur mit Erlaubnis des Obersten einen Lebenden verwandeln durfte. Sowas wird in der TES-Lore nicht besprochen, aber wer sagt, ob es sowas nicht vielleicht trotzdem gibt?
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Spiffypurse
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Sa Sep 23, 2017 11:12 am 858

Ich bin der Meinung, dass es - auch, wenn man denn einen Vampir bespielt, den man nicht als solchen erkennen kann (Stichwort Cyrodiil) - dennoch so ist, dass sich der Vampir doch eher etwas abseits der Gesellschaft aufhält.
Damit meine ich z.Bsp. das er/sie evtl. für sich alleine lebt, nicht sonderlich großes Interesse an Feiern oder auch Kämpfen hat, da gerade im Gefecht doch eine erhöhte Gefahr besteht, erkannt zu werden, da man möglicherweise die Kontrolle verliert.

Üblicherweise trifft man aber eben öfter Vampir-Rollenspieler an, die dies nicht tun. Im Prinzip agieren sie wie Lebende.
Daher vermute ich, dass sie eben als Rollenspieler nicht ausgeschlossen werden möchten. Das ist ja auch nicht verkehrt so zu denken. Wer möchte das schon gerne?
Ich selbst bin grundsätzlich dagegen dies zu tun.
Aber dennoch überwiegt bei mir das Rollenspiel und der Versuch dies so zu spielen, dass es konsequent durchgeführt wird, eben auch mit Konsequenzen.

Gestern schrieb jemand im Chat einen ganz guten Satz, den ich hier zitieren möchte (den genauen Wortlaut habe ich möglicherweise nicht ganz getroffen):

Zitat :
Man mag gerne einen netten Vampir spielen, muss aber auch damit rechnen und akzeptieren, dass der Lebende dennoch feindselig reagiert, wird die wahre Identität des Vampirs festgestellt.
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Llynya

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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Sa Sep 23, 2017 11:39 am 859

Richtig, er wird wahrscheinlich als Eigenbrötler abgestempelt und einen Beruf ausüben, der eher in der Nachtschicht unterwegs ist oder sonst wie einen Lebensablauf aufbauen, der ihn unabhängig bleiben lässt. Die Leute reden immer, aber wie viel Wahrheit drinsteckt werden sie erst wissen, wenn er enttarnt wird.

Das dadurch entstehende Konflikt-RP, dass Freunde und Familie zu Feinden werden (direkt oder schon vorher im Kopf des Vampirs), gehört ja auch irgendwie untrennbar dazu, sonst wird es nicht mehr glaubwürdig, Stichwort Konsequenz, wie du sagst.
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Toxem



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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Sa Sep 23, 2017 12:47 pm 860

Meine Vermutung ist da ja folgendes Rezept:

Man nehme einen Charakter, der zusammen spannend, geheimnisvoll, sexy, anziehend, traurig

Ist das nicht das grundrezept für viele, viele Chars, wenn es in die Richtung Tavernen RP geht xD


Aber es gibt vielleicht noch zwei andere Gründe, warum sich ein Vampir unter den Lebenden aufhalten möchte:

1. Die einfach Kurzweile, ihn ist langweilig und er sucht nach abwechslung.

2. Der Reiz und Spannung, der möglichen Offenbarung seiner eigendlichen Natur und der Reiz der Gefahr, durch die Konsquenzen.
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Nysha

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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Sa Sep 23, 2017 4:37 pm 861

Ich mische mich hier auch einfach mal ein, da ich Deva tatsächlich auch so konzipiert habe, dass sie unter Lebenden arbeiten kann. Natürlich tarnt sie sich entsprechend, damit sie nicht mehr auffällt als notwendig. Zudem ist sie eher einzelgängerisch orientiert.

Warum ich sie auch unter Sterblichen spiele, hat mehrere Gründe. Zum einen mag ich das Konzept ihrer Dienstleistungen (u.a. Informationsbeschaffung und Nachrichtenübermittlung) recht gerne und das hängt in meinem Kopf auch mit ihrem Vampirdasein zusammen, da sie als Sterbliche die benötigten Fertigkeiten dazu nie so hätte ausbauen können. Zum anderen brauche ich einfach einen Grund diese coole Brille zu tragen. Very Happy Aber auch charakterlich gehört es bei Deva einfach dazu. Sie wäre nicht "sie", wäre sie kein Vampir. Zudem nutzt sie den Vorteil ihrer Tarnung auch einfach gerne, da ihr das die Jagd nach Sterblichen vereinfacht.

Das heißt jedoch nicht, dass ich mich stets und ständig mit ihr stundenlang in eine Taverne setze und lustig mit Sterblichen plausche. Bevorzugt hatte ich den Charakter in der Tat für Vampir-RP mit anderen Vampiren erstellt.

Oh und eines fällt mir dazu noch ein. Es gibt trotz allem immer mal Berührungspunkte mit Sterblichen. Beispielsweise weil sie von einem Lager der Vampire erfuhren und dieses auslöschen wollen. Da ist ein Vampir, der sich unter Lebenden zu bewegen weiß, nützlich, um Intrigen zu spinnen, falsche Hinweise zu liefern, etc. Auch dazu ist Deva gedacht.

Außerdem würde ich gerne noch etwas in Bezug auf Vampirkräfte und die Stärke eines Charakters anmerken. Ich gebe zu, dass ich selbst jemand bin, der Charaktere hin und wieder recht mächtig auslegt. Aber es kommt dabei immer darauf an, wie man es ausspielt und inwieweit man sich im RP einbringt. Vielleicht könnte der eigene Charakter jetzt spontan mit einem Zauber ein Schloss knacken. Aber wenn es dem RP abträglich ist, lasse ich doch lieber den Dieb seine Dietriche zücken, die dann dauernd abbrechen. ^^

Man kann als Spieler auch selbst ein wenig einlenken und den Charakter so konzipieren, dass er sich eben nicht ständig in den Vordergrund stellt und mit dem Ich-kann-alles-Fähnchen wedelt. Zudem bin ich jemand, der solche Fähigkeiten immer gerne auch mit entsprechenden Schwächen verbindet. Mein TSW-Charakter ist da eines meiner liebsten Beispiele. Sie war magisch recht stark, aber dafür reagierte sämtliche Technik negativ auf sie. Das heißt, sie konnte weder Auto fahren, noch ein Handy nutzen, was in der Neuzeit teilweise doch arg einschränkte.
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HeraLuna
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Sa Sep 23, 2017 7:21 pm 862

Da Spiffy, mich auf diesen Thread aufmerksam machte, wollte ich Mal meine Sicht als Antagonistenspieler darlegen. Ich finde Vampire bereichern das Rollenspiel, doch nur wenn sie nach Lore gestaltet werden.

Warum sehe ich das so?

Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, wenn Vampire unter den Sterblichen wandeln, wenn sie die Defizite des Vampirdaseins auch darstellen können. Das heißt:

- Angst oder zumindest Vorsicht vor Feuer (JEDER Vampir ist laut Lore extrem anfällig gegen dieses Element und damit tötbar, egal wie mächtig)
- Eine gewisse Sonnenallergie (Mindestens schwächer bei Tage)
- Blutdurst (Der kann sogar bei den freundlichen Vampiren sehr schrecklich sein und ich würde Verandis, aus Kluftspitze als Vater einer Vampirgruppe nicht als Maß aller Dinge was Willensstärke betrifft nehmen)
- Bewusstsein, des Spielers, dass Chars aus diesem Cluster bei einigen Chargruppen und vielen Gebieten nicht lange überleben (Ich finde offenes Ausspielen vor einer Kirche Arkays o. Stendarrs, einem Tempel Almalexias oder Ähnliches fragwürdig, denn so ein Char wird nicht lange überleben, egal wie gut er sich tarnt)
- Bewusstsein des Spielers, dass es immer Chargruppen gibt die sich auf das Ausfindig machen und eliminieren von Vampiren spezialisieren
- Auseinandersetzen des Spielers mit den Clans, Vor- und Nachteilen (Die werden in einem ESO-Buch erwähnt, dementsprechend gibt es nicht die Ausrede die gäbe es in dieser Lore noch nicht)

Aus eigener Erfahrung möchte ich anmerken, dass ich in fast drei Jahren ESO-RP nur einem gut ausgespielten Vampir erlebt habe. Da ich euer RP nicht kenne, kann ich euch nicht in meine Erfahrungen einbinden. Dennoch habe ich sehr viele Vampire im Rollenspiel kennengelernt und immer wieder ähnliche Erlebnisse gehabt. Die Spieler haben sich vorrangig nicht damit auseinander gesetzt, was Blutdurst bedeutet für die Macht eines Vampirs, sie waren zu Massen feuerresistent oder so übermächtig, dass sie mit einem Instantzauber einen Schild gegen Feuerbälle erzeugen konnten, es wurden weder NPCs beachtet (Nur weil 3 Spielerchars den Vampir IC akzeptieren, heißt es nicht, dass der nette Arkaypriester-NPC nebenan auf die blasse rotäugige Gestalt mit Herzlichkeit reagiert) und last but not least: Keine Akzeptanz gegenüber Konsequenzen.

Als ich damals in ESO eingestiegen bin, waren sehr viele Vampirkonzepte aktiv. Zu dieser Zeit gab es regelmäßig hitzige Diskussionen zu dem Thema Vampir. Wir haben mit einer Organisation begonnen, die Stendarr diente und auf die Bekämpfung der vier Abscheulichkeiten spezialisiert waren. Plötzlich gab es ausgesaugte Leute in der Nähe eines Dorfes bei Dolchsturz und wir wurden IC von einem Adelshaus angeheuert. Wir wussten, dass bei der Jagd nach Vampiren auch unsere Charaktere draufgehen können. Letzten Endes hatten wir einen Mystiker in unserer Gruppe, der mit einem Mystikerzauber (Leben spüren) verdächtige Personen durchleuchtete. Somit hatten wir unseren Vampir ... das Ganze eskalierte, weil er feuerresistent war, mit einem Schlag drei Magier zerfetzt hätte und plötzlich mit einem Instantunsichtbarkeitszauber verschwand. Ich kann aus dieser Zeit viele Lieder singen, entweder waren die Vampire übermächtig und unerkennbarer als ein gut bürgerlicher Vater von 12 Kindern, der in seiner Freizeit Nekromant spielt, gleichzeitig mächtiger als Molag Bal persönlich und romantisch wie ein gewisser glitzernder Vampir aus einem Film, dessen Name nicht genannt werden darf.

Aus dieser Zeit kommt die abgrundtiefe Abneigung gegenüber dem Konzept Vampir. Es kommt nicht selten vor, dass nur bei dem Versuch einen Vampir zu vertreiben OOC geweint wird, dass doch der Vampir ach so freundlich ist und der Spieler es nicht verstehen könne warum man seinen lieben Char überhaupt vertreibt. Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, weswegen jeder zweite Projektleiter in sein Konzept "Bitte keine Werwölfe oder Vampire" schreibt.

Natürlich gibt es Vampire, die sich anpassen und in gewissen Organisationen oder Gruppierungen ein Heim finden. Doch ist es bei dem Konzept Vampir, wie bei  jedem Charakter der große Macht inne hat. Macht verlangt viel Verantwortungsbewusstsein, Wissen zur Lore und eine gewisse Logik (z.B. NPCs beachten)

Solange ein Spieler genau diese Punkte, die ich oben angesprochen habe, zumindest im Ansatz zu Herzen nimmt, kann das Vampir-RP eine große Bereicherung sein. Zumindest meiner Meinung nach. Und wenn ein Vampir unter Lebenden wandelt, muss er nach der selben Prämisse agieren, wie ein Nekromant, Kultist oder vergleichbares. Er darf nicht bei den falschen Leuten auffallen.

Und deswegen ist es immer das Gleichgewicht, welches gemeinsam eingehalten werden sollte. Einerseits von den Spielern der Antagonisten, die nicht unfehlbar sind, aber auch von Vampiren. Letzten Endes stand auch meinem Charakter ein Vampir gegenüber und sie hatte es nicht gemerkt. Das war dermaßen geschickt ausgespielt, dass es meinen Applaus verdient hat. Ich bin gerne offen für mehr solcher Konzepte. Denn jene die ihre Vampire vernünftig spielen, verdienen Applaus, anstatt Ablehnung. Doch was vernünftig ist, dabei scheiden sich leider die Geister.

Es gibt Spielergruppen die unheimlich viel Spaß daran haben sich mit der Lore zu befassen, diese so gut wie möglich einzuhalten. Dann wiederum Spieler, die die Lore um sich herum gerne biegen, damit sie ihren Spaß haben. An Beiden ist nichts falsches, aber ich glaube man sollte mit offenen Karten spielen, seine Vorlieben deutlich machen um nicht in Streit mit Leuten zu geraten, die ganz andere Ansichten haben.

Ein Beispiel:

Ich spielte eine Indorilnovizin eines Tempels, es kam eines Tages kam eine Telvanni welche die Kluft der Magiergilde trug (was bei MEINER RP-Ansicht Augenzucken hervorufte, aber sie hätte auch eine Spionin sein können) in den Tempel, welchen sie, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten mit einem Ordinator, IC fast auseinander nahm. Mir schmeckte das RP nicht, dem Spieler nicht, dementsprechend gingen wir uns aus dem Weg. Neutral, ohne übereinander zu schimpfen oder zu hetzten. Deswegen verteufel ich nicht jeden Telvanni oder die mannigfaltigen Konzepte, die als solche möglich sind.

Ähnlich sollte man es auch mit Vampiren halten. Was kann ein Spieler dafür, wenn es so viele Vampire gibt die sein bevorzugtes Konzept bei seiner persönlich bevorzugten Spielergruppe durch den Kakao ziehen. Ich denke, das ist ein Ansporn den Spielern das Gegenteil zu beweisen. Leider kenne ich genügend Leute die sich OOC strikt verweigern mit Vampiren zu spielen, das ist ein Wechselwirkungsproblem aus damaliger Erfahrungen.


Grüße
HeraLuna
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Spiffypurse
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Mo Sep 25, 2017 8:58 am 864

Besten Dank für deine Teilnahme an unserer kleinen Plauderrunde hier, Hera Very Happy

Ich denke, wenn ich so die meisten Ausführungen hier lese, ist es oft nicht unbedingt das Problem, ob der Vampir nun "nach Lore" bespielt, oder ob nicht.
Die Vampir-Lore, so wie ich sie derzeit verstehe, ist auch bei ESO ein recht dehnbarer Begriff geworden, quasi teils eine Auslegungssache. In anderen Games, wie z.Bsp. WoW mit den Todesrittern war es u.a. auch so.
Es gilt wohl: viel geht, wenig wird klar geregelt.

Die Dinge, die auch Hera beschreibt, sind aus meiner Sicht gar nicht mal so der Lore geschuldet (wobei natürlich Hera Dinge aufführt, die man eigentlich von Vampiren annehmen solle: Stichwort Schwäche gegen Feuer u.a.), sondern eben auch der Fähigkeit des RPlers, sich anzupassen, andere Spielweisen zu respektieren, Ausgänge offen zu lassen und eben echte Konsequenzen anzunehmen.

Anstatt des Vampirs kann man auch problemlos den super-mächtigen Magier, den unbesiegten Krieger, den ultimativen Assassinen o.a. ähnlich mächtige Charaktere dort hinstellen. So es zu Konflikten im RP kommt, wird es "interessant". Hier zeigt sich dann, wie der RPler gestrickt ist.

Wäre er bereit seinen geliebten Charakter in den Tod zu schicken, da die gespielte Situation eigentlich nichts anderes zulässt?
Wenn ein Vampir entlarvt und von einer kampferfahrenen Gruppe von Lebenden umstellt ist, dann sollte man doch so ehrlich sein und anerkennen, dass es das jetzt eigentlich war. Und sich nicht noch durch intuitiv aufploppende Super-Fähigkeiten dieser Szenerie schadlos entziehen, am besten noch mit dem Vermerk, dass die Lebenden froh sein können, dass sie keinen Schaden davon trugen.
Wahre Größe zeigt sich dann, wenn man seinen bis dahin geliebten, und in langer Zeit gepflegten Charakter, quasi in die Hände anderer RPler legt, der in diesem Fall das weitere Schicksal über ihn bestimmt.

Die Moldarks bespiele ich deswegen von vornerein als die Art von Vampir, die man eben als solche auch erkennt. Vermutlich ist es ein Bauchgefühl, dass ich lieber für klare Verhältnisse sorge, auch, wenn die ESO-Lore durchaus Vampire erlaubt, die unerkannt unter den Lebenden agieren.
Es ist eben dann durch das o.a. Beispiel immer ein gewisses Risiko da, dass so etwas passiert. Hera hat es ja auch durch ihre eigenen Erfahrungen beschrieben.

Konflikt-RP, und wenn wir ehrlich sind geht es meist genau darum und weniger um "was-für-Vampire-sind-möglich?", ist immer schon die vermutlich größte Herausforderung für uns.
Das "normale" RP, mit dem Kennenlernen, Tavernengeplauder, Geschichten erzählen etc. birgt ja eben nicht die Risiken, dass sich einer der Teilnehmer womöglich unfair behandelt fühlt.

Grundsätzlich, um es auf den Punkt zu bringen, sieht es so aus, dass es die ESO-Lore beim Vampir-RP zulässt, dass sich jeder Vampir-RPler quasi seinen Blutsauger selbst "basteln" kann. Mit eigenen Fähigkeiten, gemäß einer sich selbst erdachten Blutlinie. Bei den Moldarks ist es ja eigentlich auch nicht anders.
Das erlaubt viele Freiheiten, birgt aber eben auch einige Risiken und am Ende liegt es wieder bei den Akteuren, ob und wie sie miteinander im RP umgehen, aufeinander zu gehen, Kompromisse eingehen können und wollen, und bereit sind etwaige Konsequenzen zu tragen.
Das gilt natürlich auch für beide Seiten, nicht nur für die Vampire  Wink
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TiwaR
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Do Sep 28, 2017 3:18 am 866

Ich wurde von Anraee auf das Forum hingewiesen. Meine Erfahrungen mit Vampiren im RP waren bisher durch die Bank schlecht, sogar die schlechtesten Erfahrungen die ich hier in ESO machen musste. Ich habe hier bisher sehr viele Vampire im Rollenspiel erlebt und mache auch nur mit Vampiren RP, wenn ich die Spieler hinter dem Charakter kenne. Erst Recht, weil ich einen Char spiele der als Antagonist dient - einen Diener Stendarrs.

Da ich zu einem der Spieler gehöre, die Vampir-RP eher kritisch sehen, möchte ich hier eine Liste hinterlassen warum das so ist (Alles ist bisher passiert):

1. Lorefremde extrem abstruse Eigenerfindungen / Beispiel: Neue Vampirclanunterart, die ein Perpetuum Mobile der Magie in sich speichert. Oder machen wir ihn gleich feuerresistent?
2. Pseudoverkleidungen / Beispiel: Vampir sitzt in einer Bretonentaverne mit einer total lächerliche Brille auf der Nase, einem auffälligen Gruftioutfit und einem düsteren Eckesitzcharme. Der Spieler erwartet, dass der Charakter unauffällig ist. Nein ist er nicht! Entweder wird so ein Kauz gemieden, weil er aussieht wie aus einem Irrenhaus ausgebrochen oder beäugt. Wenn man den Char aus reiner IC-Konsequenz beäugt, wird gleich von Meta-RP gesprochen. Dabei ist es die vollkommen absurde Verkleidung die eine IC-Reaktion auslöst.
3. Liebevolle Vampire / Beispiel: Vampir ist freundlich und nett, er verkleidet sich sehr gut und weiß sich auch zu tarnen. Natürlich verliebt er sich unsterblich in seine düstere Braut, eine verständnisvolle, liebevolle junge Frau. Plötzlich dreht sich alles um das gemeinsame Drama, wenn der Vampir von einem weniger verständnisvollen Char entlavt wird, dann hat man nicht nur den Spieler des Vampirs am Arsch, sondern es wird auch gleich von dem/der Spielerin, der jungen Frau OOC auf einen eingewirkt, dass man doch so toll romantisches RP zerstören würde.
4. Freundliche Vampire / Beispiel: Vampir ist freundlich zu allen, er kann sich gut tarnen. Plötzlich kommt raus was er ist. Die Chars reagieren nicht besonders positiv auf ihn. Plötzlich wird OOC gemotzt weil mit Mistgabeln und Fackeln gegen den Char vorgegangen wird. Immerhin ist der Char ja freundlich und der Spieler kann nicht akzeptieren, dass sein Char nach so langer Freundschaft plötzlich verachtet wird, dies von einem Stendarrdiener, der sein Leben verschworen hat Vampire zu jagen.
5. Tavernenvampire / Beispiel: Vampir sitzt fast schon offen in einer Taverne und kippt sich ganz geheimnisvoll Blut in seinen Drink, während er sich ganz normal über die Schönheit des Lebens quasselt. Daraufhin auf in ein Zimmer für ein wenig Liebesaction mit der Person seiner Wahl, natürlich fällt es nicht einmal dem Gespiel während dem Akt auf, was dieses kalte Wesen unter/über ihm ist.
6. Allmacht / Beispiel: Vampir teleportiert sich mit einem Wimpernschlag weg, nachdem er es geschafft hatte einen Glaubensorden auf sich aufmerksam zu machen. Währendessen werden auch noch 5 Charakteren mit einem Poweremote die Kehlen aufgerissen wurden. Wenn die Spieler diesen Quatsch ignorieren, wird von Inkonsequenz gesprochen.

Ich könnte die Liste ellenlang weiter führen, ich bin mindestens 8 Vampiren im Rollenspiel begegnet. Einige mächtig, andere weniger mächtig. Dennoch war es immer das Ende des Lieds, dass die Spieler der Vampire nicht mit ihrer Konsequenz leben konnten. Und das ist was mir den Schauer über den Rücken laufen lässt, wenn ich einem neuen Vampir im Rollenspiel begegne. Es wurde bisher grundsätzlich davon ausgegangen, dass die Charaktere auf den Vampir so reagieren, wie die Spieler es sich ausmalen. Einschneidend ist es immer, weil mein Charakter Corentin ein sehr mitfühlender, freundlicher Mensch ist, welcher sich gerne für sein Umfeld einsetzt. Gut getarnte Vampire denken, dass sie sich vor diesem mitfühlenden Mann offenbaren können. Und nach der Offenbarung sind sie OOC angepisst, weil mein Char zuerst freundlich war und nun den Vampir abfackeln möchte.

Meist bin ich enttäuscht um die Tarnungen der Vampire. Ein auffälliger Gruftiverschnitt, welcher krampfhaft die Augen zu verbergen versucht, wird in dem vampirgebeutelten Kluftspitze nun einmal auffallen wie ein bunter Hund. Ebenfalls fällt es auf, wenn eine Person alle drei Minuten das Wort Blut mit einer merkwürdigen Obsession erwähnt und immer wieder Saugewitze macht. Oder ein Char, der aus Kluftspitze kommt und die Vampire dort erlebte ständig von einer auffallend blassen Gestalt hungrig angestarrt wird, die aber bloß nicht erkennbar ist als Vampir! Daran kann man nichts schön reden. Auf Dauer entkommt mir ein Seufzen, wenn ich einen Vampir in einer Taverne oder ähnlichen Orten sehe - es ist immer das gleiche Spiel und nimmt dieser gewichtigen, tiefgründigen Rolle jegliche Form.

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir eines Tages Vampire unterkommen die eben nicht das sind, was ich aufzählte. Die Leute wollen ihren Spaß mit anderen Spielern, aber erkundigen sich nicht genügend um zu wissen, dass die Rolle Vampir mehr bedeutet als nur die Macht, den Gruselfaktor und die Tragik des Daseins auszudrücken. Vampire sind in der Regel Jäger und der einfache Sterbliche ihre Beute. Wenn sich ganz pragmatisch ein Schluck Lebenssaft in den Becher gekippt wird, geht dieser Aspekt verloren.

Wer nicht in der Lage ist Konflikt-RP zu betreiben, sollte so eine Rolle nicht spielen. Denn mein größter Feind waren meist die OOC-Diskussionen, weil meine Chars nicht positiv auf offenbarte Vampire reagierten. Ein Vampir kann noch so nett und toll sein, das juckt meine  Chars einen feuchten Kehricht. Mein Kultist wird auch demnächst hingerichtet - das ist mir bereits bei der Erstellung des Chars bewusst gewesen. Ich glaube vielen fehlt das Bewusstsein, dass manche Rollen keine lange Halbwertszeit haben. Dazu gehören Kriminelle, Kultisten, Vampire, Werwölfe und anderes Geschmeiß. Es sind Minderheiten, die von einer Mehrheit nicht geduldet werden. Während die Mehrheitsrollen jene sind, die vielleicht von einer Minderheit attackiert werden könnten.
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Spiffypurse
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Mo Okt 02, 2017 10:01 am 877

Hallo TiwaR!

Auch Dir, sowie allen anderen Schreibern hier, danke ich für die Beiträge hier!

Aus deinem Text, TiwaR, liest sich doch einiges an Frust heraus. Ich kann so einiges hier verstehen und durchaus nachvollziehen.
Deine Ausführungen sind ja sogar so manches Mal identisch mit den der anderen hier. Vermutlich ist es ein Kernproblem (sicher nicht das Einzige), dass sich viele, die einen Vampir bespielen möchten, eben vorher nicht so intensiv mit der Thematik auseinander setzen.

Was könnte ein Vampir in ESO für Fähigkeiten haben? Was wäre zu wenig, was zu viel?
Wie reagiert er auf Lebende, also auf den "normalen" Akteur und wie reagieren diese auf Vampire?
Ist einem wirklich vorher bewusst, dass man eine Rolle eines Außenseiters spielen wird oder versucht man vielleicht doch wieder derart Kompromisse einzugehen, damit man mit den Freunden RPn kann, die keine Lust auf das Vampirspiel haben?

Allerdings muss man bei aller Kritik an den Blutsaugern auch erwähnen, dass es ebenso viele Ungereimtheiten auf der anderen, der "normalen" Seite gibt bzw. geben kann.
So sollte man meinen, dass es auch den magisch begabten Lehrling der Magiergilde oder den kampferfahrenen Nordkrieger durchaus an den Kragen gehen könnte, würde er einem Vampir gegenüber stehen. Schließlich verfügen diese bisweilen über mehr Kräfte als es eben Sterbliche tun.
So sollten hier die gleichen Regeln und Maßstäbe ansetzen, wie man es - bei aller oft gerechter Kritik - eben bei den Vampiren tut, die sich durch "seltsam übernatürliche Super-Fähigkeiten" noch aus den Fängen der Häscher entziehen.

Somit sind wir aus meiner Sicht wieder, wenn man es auf den Kern herunter bricht, bei den Problemen des Konflikt-RPs allgemein.
Abgesehen natürlich von den hier beschriebenen "Fehlern", wie z.Bsp. der Immunität gegen Feuer und/oder Silber, und dergleichen.
Beim Konflikt-RP kommt diese Problematik insgesamt immer wieder zum Vorschein: welcher Charakter ist stärker, verfügt über mehr Kräfte oder Erfahrungen? Wieso kann er sich doch aus einer schier ausweglosen Situation befreien?
Hier ist vermutlich genau das, was TiwaR zu Beginn schrieb, ein etwaiger Schlüssel, damit alle Beteiligten genau das PP erleben können, was man sich doch eigentlich wünscht (Abenteuer, Spannung etc.):
TiwaR schrieb:
und mache auch nur mit Vampiren RP, wenn ich die Spieler hinter dem Charakter kenne. Erst Recht, weil ich einen Char spiele der als Antagonist dient
Genaue Absprachen im Vorfeld oder während des Konfliktes sind wohl wichtig. Wie weit darf/soll man gehen? Ist das OK, wenn ich nun einen Schritt weiter gehe?...usw.

Wenn ich auf meine bisherigen Erfahrungen mit Moldark zurück blicke, so habe ich auch schon viel lernen können:

Auch, wenn man schnell merkt, dass es doch nicht das Wahre ist, so hat es sich bewährt, dass neue Vampirspieler/innen ein durchaus ausgefeiltes Charakterkonzept vorgestellt haben, sei es nun mit, oder ohne, unsere hier vorgefertigte Charaktermaske.
Es zeigt mir, und allen anderen, einfach, dass man sich über diesen Vampircharakter Gedanken gemacht hat.  
Etwaige Meta-Infos, die man dort Preis gibt, sehe ich überhaupt nicht, da ich in der Praxis nur selten erlebe, dass man im Spiel auf die Vergangenheit des RP-Partners ellenlang eingeht, wenn überhaupt.
Und was interessiert es schon meinen Vampir, was der Gegenüber früher mal getan hat, insbesondere unter den Lebenden...einem Dasein, was spätestens nach der Wandlung nicht mehr eine so extrem große Rolle spielen wird?
Erlebe ich Interessenten, die mich betr. Vampir-RP, oder Moldark, anschreiben und die ihr Charakterkonzept quasi im Kopf haben (und vorher nichts Preis geben möchten aus z.Bsp. dem Meta-Grund), so besteht (zumindest aus meiner Erfahrung) immer eine viel größere Gefahr, dass man völlig andere Dinge im Kopf hat und völlig verschiedene Auffassungen vom Vampir-RP hat.
Das so etwas sehr schnell schief gehen kann, sollte einleuchten.
Und das merkt man aber erst dann, wenn man IC spielt  Smile  

Einen Punkt habe ich nicht so richtig verstanden, TiwaR. Ganz am Ende hast Du folgendes geschrieben:
TiwaR schrieb:
Ich glaube vielen fehlt das Bewusstsein, dass manche Rollen keine lange Halbwertszeit haben. Dazu gehören Kriminelle, Kultisten, Vampire, Werwölfe und anderes Geschmeiß.
Was meinst Du mit Halbwertzeit?
Das man davon ausgehen soll, dass diese von Dir aufgeführten Rollen meist nicht lange leben?
Bei Vampiren kann, falls Du es so gemeint hast, sicher nicht funktionieren, leben sie doch eben genau extrem lange, sogar ewig  Smile
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Nysha

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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Mo Okt 02, 2017 10:46 am 878

Ich möchte an dieser Stelle kurz den letzen Einwurf von Spiffy und TiwaR in Bezug auf die Halbwertzeit von manchen Charakterkonzepten eingehen.

Auch Helden könnten einem schnellen Tod entgegen blicken, ein Gelehrter könnte während einer Expedition verunglücken, ein Krieger im Krieg sterben, usw. Wenn man danach geht, haben alle Charakterkonzepte, die über den Normalbürger hinaus gehen, unter gewissen Umständen keine lange Halbwertszeit.

Es kommt immer darauf an, wie man den Charakter spielt und wie leichtsinnig man den Charakter mit seinem Hintergrund in das RP einbringt.

Ein Gelehrter könnte in einer Ruine unbedingt das mächtige Artefakt haben wollen. Er stürmt darauf zu nur um dadurch die tödlichen Fallen auszulösen. Ein heldenhafter Krieger kann sich im Kampf um die holde Maid oder gegen das grässliche Monster einer ausweglosen Situation gegenüber wiederfinden.

Wenn ein Vampir sich in einer Taverne preisgibt, ist das dumm. Wenn er jedoch geschickt interagiert, um beispielsweise an Informationen zu gelangen, ohne dabei immer wieder anmerken zu müssen, wie blass und gierig er doch ist, kann es interessantes RP fördern.

Ich spiele Deva bewusst so, dass sie auch mit Sterblichen interagieren kann. Aber das ist mit Bezug auf ihren Hintergrund zum einen möglich und zum anderen Teil des Konzepts. Warum sollte ein Vampir nicht versuchen falsche Fährten zu legen, wenn die Sterblichen den Vampiren zu nah kommen? Warum sollte er nicht den Luxus genießen, ungesehen zwischen den Sterblichen zu wandeln, um sich an ihnen zu nähren, wie es die cyrodiilischen Vampire taten? Ich bin der Meinung, es gibt durchaus sinnvolle Möglichkeiten, um mit den Lebenden zu interagieren. Natürlich ganz von den bisherigen Negativ-Beispielen mal abgesehen.
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HeraLuna
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Mo Okt 02, 2017 5:28 pm 880

Ich finde Vampire können RP bereichern. Je nach der Rolle. Ich habe einmal in Cyrodiil mit einem Char einen Cyrodiilschen bespielten Vampir kennengelernt, der unglaublich genial bespielt wurde. Ich nahm ihm die Rolle mit jeder Facette ab ... es war ein Cyrodiilscher Ritter, welcher sich aufgrund politscher Gründe neutral hielt in seinem Krieg und seinen Titel aberkannt bekommen hatte. Er hat sogar auf eine wundersame Weise den typischen Kodex des Cyrodiilvampirs dargestellt. Und wenn er einmal überhungert war, dann hatte er sich vor Sterblichen versteckt. Er war kein Kuschelvamp, es war kein Twilightfreund, sondern ein oppurturnistisches Wesen, dessen Kodex seines Clans heilig war. Der Spieler hatte sogar beachtet, dass das "unter sterblichen wandeln" nichts mit einer Unterart von Vampir zu tun hat, sondern mit einem Pakt den sein Clan mit dem Daedrischen Fürsten Clavicus Vile eingingen. Das ganze war dermaßen unauffällig gespielt, dass die Rolle einfach authentisch wurde. Kein merkwürdiges Gruselklimbim, keine merkwürdigen Outfits, bei denen der Ottonormalchar die Augen verdreht oder Ähnliches.

Dieser Mann war grausam, aber im Grunde konnte der Char IC nur davon ausgehen, dass es einfach ein unglaubliches Arschloch ist der seinen Feinden Angst und Schrecken bringt. Tagsüber hat man den Guten nicht gesehen, dies mit wirklich geschickten Ausreden, die ebenfalls jedes Mal perfekt an die Situation angepasst stimmig waren. Und wie jeder Cyrodiilic Vampir empfand er sogar andere Vampire für unterentwickelt und animalisch. Er hatte es sogar einmal genutzt einen anderen Vampir, der nicht seinem Clan angehörte,  auffliegen zu lassen ... was für ein Held! Er konnte in dieser Zeit sogar ein ordentliches Blutbuffet feiern und es dem Anderen andichten. Leider war dieser Char sehr auf Cyrodiil zentriert, weswegen das RP mit dem Verlassen des Landes ein Ende nahm.

Was hier einfach gestimmt hatte war das Prinzip: Weniger ist manchmal mehr.

Hier wurde nicht großspurig mit der Kleidung eines postmodernen Goth herumhantiert ... ganz im Gegenteil, wenn er seine Rüstung nicht trug, dann rannte er wie ein 0-8-15 Kaiserlicher rum, es gab keine Auffälligkeiten im Charakter, denn grausame Männer gibt es zu Hauf auch unter Lebenden, er hatte sich nicht wie ein Meister der Magie bedient, er spielte das Nähren von Blut aus, als wäre es eine heilige Pflicht ... dies aber an den Kodex der Cyrodiilvampire gehalten. Es wirkte alles stimmig, der Spieler hingegen war mir damals wildfremd. Ich glaube den besonderen Zauber löste der Charakter bei mir OOC aus, weil er sich wundervoll in die Lore einfügte. Er war nichts unmenschlich abgehobenes, dennoch sehr präsentes. Es wurde weder gedreht noch gezerrt an dem was die Lore vorgab, doch wirkte der Charakter auf einzigartig erfrischende Weise, wie das was er war ... ein Vampir.

Mein Char hasste diesen Mann IC ... ich mochte ihn OOC. Er hat den Gruselfaktor auf eine Weise dargestellt, welcher sich nicht irgendwelcher Übermacht dient. Es war ein Soldat, welcher auf dem Schlachtfeld wirklich gefürchtet werden sollte, denn er war gnadenlos als Feind. Und mit keiner Sekunde ein freundlicher Zeitgenosse, durch seine menschliche Unfreundlichkeit sehr unauffällig. Er war nicht einmal ein sinnloses Arschloch, welches wirkte als habe es Komplexe, sondern jemand der wirklich Prinzipien hatte und nicht einfach irgendwo herein kam und grundsätzlich beleidigte.

Warum es Vampirspieler gibt, die einfach mit ihren Chars auf merkwürdige Weise auffallen wollen? Das hat meist verschiedene Gründe. Da ich nicht erst seit gestern RP mache und offen zugebe, dass ich vor etwa 8 Jahren ebenfalls dazu neigte total ausgefallene Chars zu spielen, fallen mir viele Gründe ein. Damals war der Reiz im RP nicht die Lore oder das was mir gegeben ist, sondern eher was meine OOC-Einflüsse waren. Ich war damals vor 8 Jahren in einer Subkultur versumpft, die viel Einfluss auf mein RP genommen hatte. Ich hörte düstere Musik, ich kleidete mich düster ... dementsprechend war mein RP auch auffallend düster. Meine Chars sahen alle aus als wären sie Teil meines Lebensstils und Ausdruck meiner Persönlichkeit. Die Subkultur hat sich mit den Jahren herausgewachsen und ich schlug mir selbst gegen den Kopf als ich meine alten Chars betrachtete ... die alle auffallend Pseudogoth waren. Einfach nur peinlich ...

Das war aber nicht der einzige Einfluss, zu jener Zeit habe ich täglich nach der Schule/Uni mindestens 4 Animes angeguckt. Das heißt, ich war total versessen auf dieses überpowerte Klimbim in meiner Animewelt. Ich betrieb Cosplay und verkleidete mich als Kawaii-Mädchen und fühlte mich in meinem Lolitaoutfits richtig toll. Das wirkte sich auch auf mein RP aus. Ich spielte entweder Charaktere, die total irre waren ... kleine Killermädchen z.B. oder Konzepte wie die von euch verschrienen Vampire. Und da man von vernünftigeren Spielern gemieden wird, sucht man sich Leute die ähnliches RP betreiben. So kapselt man sich ab, lebt in seiner eigenen Welt des übermächtigen, vollkommen fantastischen Creep-RPs und merkt nicht, dass es Leute gibt die wirklich nach Lore spielen wollen. Irgenwann, als ich eine Steampunkblutelfe gespielt habe die übertolle technomagische Fähigkeiten hatte, ebenfalls mit ihren Draedlocks und zwei verschiedenen Augenfarben glänzte ... nun, da lernte ich Leute kennen, die es anders sahen. Man prügelte nicht auf mich ein, sondern nahm mich in eine Rollenspielgemeinschaft auf, hatte mein Konzept entsprechend nach Lore angepasst und mir beigebracht, dass RP auch anders Spaß machen kann. Ich habe langsam aufgehört diese vollkommen überzogenen Charaktere zu spielen und begonnen mich immer mehr in die Lore einzufügen. Seither habe ich persönlich mehr Spaß am RP, weil ich weiß, dass weniger oft einfach mehr ist!

Das ganze ist nun 6 Jahre her, ich bin natürlich reifer geworden. Vielleicht solltet ihr die Leute, die es nicht besser wissen freundlich an die Hand nehmen und IC einfügen.

P.S.: Ich habe nach 6 Jahren heute noch Feinde wegen meines damals vollkommen schwachsinnigen Rollenspiels. Das sagt viel aus. They do not forgive, they do not forget! Wink
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HeraLuna
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Mo Okt 02, 2017 6:15 pm 881

Sorry für das Doppelposting ... leider kann ich als Gast meinen Post nicht bearbeiten und dieser Nachtrag ist mir sehr wichtig  Sad

Was aus der Sicht eines ehemaligen Spieler, der in diese Schiene reinpasste einfällt:

Es ist wichtig, dass man solche Leute sinnvoll an die Hand nimmt und keine Hetzjagden veranstaltet. Denn die meisten Rollenspieler, die auf Lore und Logik pochen, züchten sich die Leute, die darauf keine Lust haben heran! Ich selbst kann mich erinnern, dass ich damals keine Lust auf die Lorepolizei hatte, die mir vorschreiben wollte wie ich zu spielen habe. Es wurde nicht mit konstruktiver Kritik auf mich zugegangen, vielleicht mit Hilfestellungen oder freundlicher Art. Nein, ich wurde entweder sofort als 'fail' beschimpft, gemieden oder es wurde viel hinter meinem Rücken agiert. Ich selbst hatte dann ein absolut schlechtes Bild von Leuten, welche sich gerne an die Gesetze der Logik und Lore halten. Dementsprechend waren sie mein natürlicher Fressfeind ... ich wollte nicht so werden.

Erst als eine Gruppe konstruktiver, wirklich freundlicher Spieler mich zur Hand nahm, habe ich mich langsam in die Richtung entwickelt, welche ich jetzt vertrete. Sie haben mich nicht verteufelt, sondern mir beigebracht, dass auch das schwachsinnigste Konzept mit sanften IC-Methoden deutlich gemacht werden kann. Und wenn ich Fehler machte, wurde nicht sofort der Rücken zugekehrt und der Failhammer ausgepackt, sondern mir HÖFLICH erklärt, was denn gerade der Grund war, warum mein Char nun gewisse Konsequenzen spüren muss. Es war kein arrogantes Fehlersuchen in meinem Rollenspiel, welches manche Spieler gerne betreiben, sondern ich fühlte mich auf einer Höhe behandelt. Und selbst bei sehr guten Rollenspielern, vielleicht Rollenspielern die sich bemühen sich die Regeln angedeihen zu lassen sind nicht fehlerfrei ... auch diese neigen Mal gewisse Punkte der Logik oder Lore zu vergessen oder nicht zu beachten. Deswegen den Dreizack auszupacken ist nicht fair.

Deswegen finde ich Vampire, welche unter Lebenden wandeln und sich offenbaren mit Nichten falsch gespielt, sondern einfach wagemutig gespielt. Sie sind unachtsam und solange die Konsequenzen aus diesem Rollenspiel akzeptiert werden, ist in meinen Augen nichts falsches daran! Muss ein Vampir notgedrungen super intelligent sein und wissen, dass er seine Existenz nicht offenbaren darf? Gewiss nicht. Auch unter Vampiren gibt es jene und welche. Deswegen stimme ich TiwaR überhaupt nicht zu. Ich finde die meisten Konzepte tragbar, solange sie nicht die Grenzen der Logik sprengen (NPCs werden igonoriert, übermächtige Spells, die keinen Sinn ergeben)

Deswegen finde ich einen Steampunkgoth in einer Taverne nicht schlimm, meine Chars fänden es absurd, aber ich finde es OOC nicht schlimm, solange der Spieler hinter dem Charakter nicht abgehobenerweise denkt, es wäre ein Alltagsbild in einer normalen Taverne in welche Bauern in ihren Juteklamotten einkehren und damit leben kann, dass der 'normale' Char dem komischen Kauz aus dem Weg geht. Und wenn die Chars sich auffallend verhalten, dann zeigt meist mein RP wie darauf reagiert wird.

Bei meinen konservativen Chars würde der Ein- oder Andere brüllend weglaufen oder meinen er könne sich der Kreatur stellen. Mein Telvannimagier würde vielleicht seinen Nutzen aus diesem Vampir ziehen, entweder für irgendwelche Zwecke als Verbündeter oder als Vampirasche ... sehr beliebt unter Alchemisten.

Nun ... so far!
Luna
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Mo Okt 02, 2017 11:25 pm 882

Ich denke, im Großen und Ganzen ist die Krux wirklich allein das OOC-Verhalten der jeweiligen Vampir- aber auch Gegnerspieler.
Ein Vampir kann sich gern offenbaren, aber der eigentliche "Fail" ist dann, wenn es die entsprechenden IC-Konsequenzen gibt und der Spieler sich dann OOC beschwert. Ein Vampir kann sich vor der Offenbarung noch so nett und freundlich gegeben haben, findet der Normalsterbliche dann heraus, dass er eigentlich ein "blutdürstendes Monster" vor sich hat, ist die erste normale Reaktion nunmal Flucht oder Angriff. Selbst, wenn diese Reaktion ausbleibt, sollte eigentlich ein ungutes Gefühl und Misstrauen bleiben. Das wäre normal angesichts der IC-Schauergeschichten, die eigentlich über Vampire verbreitet sind.
Leider kommt von Leuten mit derart abgehobenen Dingen fast immer OOC-Geheule, wenn andere nicht so reagieren, wie sie es gern hätten und das gilt nicht nur für Vampirchars. Ich hatte selbst erst vor kurzem eine solche Begegnung... Eine Daedrakhajiit, die OOC dann motzte auf unterstem Niveau, warum unsere Chars sie jetzt angreifen, sie wär doch nett gewesen... Daedra sind nicht nett. Punkt. Und wenn, dann nur wenn sie was wollen. Daedra gehören bekämpft und höchstens von hohen Magiern für was auch immer beschworen und gebunden. Punkt. <- Das wäre so die Ottonormalsicht, die der betroffene Spieler einfach nicht einsehen wollte. Aber ich schweife ab.
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Do Okt 05, 2017 12:17 pm 899

Stimmt schon...
Die meisten Probleme sind eher die ellenlangen OOC-Diskussionen sowie das ingame-Modell der Vampire.
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Do Okt 05, 2017 1:56 pm 900

Ja. Darum bin ich immer vorsichtig, wenn ich von einem Engine-Vampir angespielt werde und gehe zunächst einmal nach dem Motto "im Zweifel für den Angeklagten" und davon aus, dass es kein sichtbarer Vampir ist, bis entsprechende Emotes oder der OOC-Hinweis kommt. So auch vorgestern geschehen und im nachhinein habe ich am Rande mitbekommen, dass es sich tatsächlich nicht um einen IC-Vampir handelte, sondern um eine Falmer... (Was zur Hölle eine Falmer bitte in Ebenherz verloren hat, ist nochmal eine andere Geschichte... -.- )

Grundsätzlich kann eigentlich jeder seinen Vampir spielen, wie er will, meinetwegen auch gerne völlig an der Lore vorbei, ABER dann hat man gefälligst auch die IC-Konsequenzen zu tragen. Was auch umgekehrt gilt. Wer die IC-Konsequenzen nicht tragen will oder kann, muss dann eben die OOC-Konsequenzen tragen, die meist einen Ausschluss aus dem RP bedeuten.
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BeitragThema: Re: [Plauderrunde] Das heikle Thema: Vampir-Lore   Fr Okt 06, 2017 10:01 am 907

Mal abgesehen von der Problematik, dass man beim Konflikt-RP - jetzt mal völlig losgelöst von der Vampir-Problematik - oft dieses "Feingefühl" für das richtige Maß an Stärke des eigenen Charakters gegenüber dem Kontrahenten vermisst und daraus eben die vielfach auch hier aufgezeigten OOC-Problematiken entstehen, so denke ich, dass es dennoch ein Grundsatz-Problem bei der Auslegung der Lore gibt.

ESO gibt meines Erachtens im Vergleich zu anderen Games schon recht viel an Hintergrundinformationen mit.
Und dennoch meine ich, dass gerade beim Vampir-RP die Möglichkeiten recht breit gefächert sind, sich die "individuellen Fähigkeiten" seines eigenen Vampir-Charakters zu basteln.
Es gibt zwar die vorgegebenen Blutlinien, u.a. die von Cyrodiil, aber eben auch die Option, eigene "Kreationen" zu erschaffen.
Hier geht es schon los, wenn nun plötzlich ein Blutsauger auftaucht, der über Fähigkeiten hat, die einen etwas "überraschen", um es mal nett zu formulieren.

Einige Dinge sollten, trotz der mannigfachen Möglichkeiten bei der Blutlinien-Erstellung, aus meiner Sicht immer gleich sein: so Dinge wie besondere Anfälligkeit gegen Feuer oder das Silber. Auch das der Vampir, sollte er seinen Kopf verlieren, auch sein Dasein verwirkt.

Die Einigung auf einen gemeinsamen Konsens bei der Vampir-Lore wäre daher sicher ein erstrebenswerter Wunsch.
Dazu bedarf es aus meiner Sicht eine Menge an Wissen & Hintergrundmaterial, um auch zu erkennen, was es da alles an Möglichkeiten gibt...zumindest die, die ESO schon mal vorgibt.

Ein möglicher Weg und guter Ansatz ist das Erarbeiten eines umfangreichen Guides für Vampire.
Zaylin hat hier, wohl im internen Bereich, vor einiger Zeit seine "Vampir Bibel" gepostet.
Ein Werk, was über wohl eine recht lange Zeit gewachsen ist, und immer noch wächst.
Man lernt ja nie aus Smile
Das wäre für mich die Möglichkeit eine Art "gemeinsame Grundlage" zu kreieren, auf der man aufbauen kann und auf der man sich beziehen kann.

Natürlich muss sich keiner daran halten. Es ist hier ja alles kein Muss, eher ein "es kann". Very Happy
Aber es wäre evtl. eine Möglichkeit...

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